Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

— 254 — 
Montaya - Territorium in New Mexiko, das ursprünglich, 
unter den mexikanischen Kolonisationsgesetzen, 48 000 Mor- 
gen umfaßte, wurde durch betrügerische Vermessungen auf 
151056,97 Morgen vergrößert, Das Estancia-Territorium in 
New Mexiko, das ebenfalls durch die Kolonisationsgesetze 
auf 48 000 Morgen beschränkt worden war, wurde durch be- 
trügerische Vermessung auf 415 036, 56 Morgen vergrößert). 
Im Jahre 1768 bewarben sich Tgnacio Chaves und andere in 
New Mexiko-um ein Gebiet von ungefähr 10000 Morgen. 
Eine betrügerische Vermessung erhöhte dies Gebiet auf 
243 036,43 Morgen?). 
Dies sind nur einzelne aus der großen Zahl der durch 
Fälschungen oder andere Betrügereien ‚erlangten Terri- 
torien. 
Einige davon wurden vom Kongreß verworfen, viele aber 
trotz der Proteste des Land-Office bestätigt. Durch diese 
betrügerischen und korrupten Manipulationen wurden in 
New Mexiko, Kolorado und in anderen Teilen riesige Gebiete 
erbeutet. Die Pablo-Montaya-Konzession umfaßte im 
ganzen 655 468,07 Morgen, die Mora-Konzession 827 621,01 
Morgen, das Tierra-Amarilla-Terrain 594515 Morgen und 
das Sangre de Cristo- Terrain 998 780,46 Morgen, die sämt- 
lich durch Bestechungen erlangt wurden?). Eine Unmenge 
weiterer kleiner Areale wurde bestätigt. Während der Amts- 
führung von Sparks wurden vom Kongreß Bewerbungen 
am 8 500000 Morgen allein in New Mexiko entschieden. Ein 
umfassender Bericht über die Manipulationen der Boden- 
spekulanten ist in dem Kapitel über das Elkinssche Ver- 
mögen niedergelegt. 
Fälschungen, Meineide und betrügerische 7, ermessungen 
In einem Bericht an den Ausschuß des General-Land- 
Office im Jahre 1881 schrieb Henry M. Atkinson, der Leiter 
1) A. a. 0. S, 173. 
3) Ebenda. 
’) Vgl. die Beschlußfassung des” House” Committee on” Private Land Claims, 
Juni 1892, betreffs Einleitung einer eingehenden Untersuchung. Das Haus unter- 
nahm keine Schritte in dieser Richtung, — Report No. 1824, 1802.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.