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ter Gesetzentwurf, der unserer armen Bevölkerung das wenige
noch verbliebene Land erreichbar machen sollte, im Kon-
greß bespöttelt, belächelt und abgelehnt wurde. Infolge des
rücksichtslosen Systems der Bodenspekulanten sind Millio-
nen junger Amerikaner und weitere Millionen arbeitsamer
Ausländer, die in der Neuen Welt eine Heimat suchten, ob-
dachlos gemacht und in Not gebracht. Das Staatsland muß
den wirklichen Ansiedlern reserviert bleiben, und wo die
Gesellschaften sich nicht genau an den Buchstaben ihrer
Verträge gehalten haben, müßten die Terrains ohne weiteres
3»ingezogen werden.“
Vermehrung der Farmpachtungen
Ursprünglich hatte das Staatsland einen Umfang von
1 815 504 147 Morgen gehabt, wovon beträchtlich mehr
als die Hälfte, und zwar gerade das beste Acker-, Weide-,
Erz- und Waldterrain bereits 1880 vergeben war. 1896 waren
bereits 806 532 362 Morgen abgetreten. Von dem ursprüng-
lichen Areal wurden etwa 50 Millionen Morgen Wald von der
Regierung aus dem Staatsland ausgeschieden und in Forst-
reservate umgewandelt. Große Gebiete derjenigen Acker-,
Weide-, Erz- und Waldterrains, die bis 1880 noch nicht
von den verschiedenen Gesellschaften und den bevorzugten
Einzelpersonen beschlagnahmt waren, wurden später noch
abgetreten, besonders westlich vom Mississippi, und vor
allem in Alaska wird dieser Prozeß noch immer fortgesetzt.
Die offiziellen Berichte des General-Land-Office in bezug
auf die Anzahl der Farmen haben wenig Wert und sind sehr
irreführend. Eine große Anzahl der vertragschließenden
Farmer war, wie erwähnt, nichts als bezahlte Strohmän-
ner, mit deren Hilfe riesige Gebiete unter dem Schein des
Rechts okkupiert wurden. Es ist über jede Diskussion er-
haben, daß Hunderte von Millionen Morgen des Staats-
landes durch offenkundige Betrügereien erworben sind.
Ungeachtet der Tatsache, daß noch wenige Jahre zuvor
die Regierung genügend Land zur Verfügung hatte, um
jedem Landwirt eine Farm geben zu können, hatte sich doch
1880 schon eine große Farmpächterklasse entwickelt. Nicht