Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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„Wenn die Senatoren Seite 18 dieses Berichtes einsehen, 
werden sie finden, daß Vanderbilt für den Dampfer Eastern 
Queen 900 Dollar täglich für die ersten dreißig-und 800 
Dollar für die übrigen Tage bezahlt hat, während dieser von 
der Regierung für die Burnside Expedition für 500 Dollar 
täglich gechartert war, was einen Unterschied von 300—400 
Dollar täglich ausmacht. Er bezahlte für die Quinebang 
250 Dollar täglich, während dieser Dampfer von der Re- 
gierung bei einer anderen Gelegenheit für 130 Dollar täglich 
gechartert war. Für den Shetucket, der früher für 150 Dollar 
täglich in Regierungsdiensten war, bezahlte er 250 Dollar 
:äglich usw. usw?).“ 
Dies waren einzelne von den vielen Schiffen, die von 
Vanderbilt durch Southard für die Regierung gechartert 
wurden. Für die käuflich erworbenen Schiffe wurden un- 
gewöhnliche Summen bezahlt. Ambrose Snow, ein be- 
kannter Reeder, sagt aus, daß „alle, die zu Kommodore 
Vanderbilt kamen, an Southard verwiesen wurden; allen, 
die zu Southard kamen, wurde mitgeteilt, daß sie an ihn 
eine Provision von fünf Prozent entrichten müßten?).“ 
Andere Reeder bestätigten diese Aussagen. Die Methoden 
und die Ausdehnung dieser Betrügereien lagen klar am Tage. 
Wenn die Schiffseigentümer sich bereit erklärten, Southard 
fünf Prozent — sehr oft forderte er auch zehn Prozent?) — 
abzugeben, bezahlte Vanderbilt ihnen- enorme Summen. 
In seiner eigenen Aussage suchte Vanderbilt zu beweisen, 
daß er von den patriotischsten Motiven geleitet wäre. Aber 
as war außer allem Zweifel, daß er mit Southard im Ein- 
vernehmen stand und den größeren "Teil des Raubes bekam. 
Aus Gewinnsucht begangene Schändlichkeiten 
Auf einigen der von Vanderbilt gecharterten Schiffe, die 
für nur 300 Passagiere bestimmt waren, wurden 950 Soldaten 
zusammengepfercht. Die meisten Schiffe waren alt und 
1) Ebenda, 
2) A.a.O.; vgl. auch Senate Report No. 84, 1863, der die vollständige Beweis- 
aufnahme enthält. 
8) Senator Hale behauptet, in Boston und anderen Städten von einer Provision 
von zehn Prozent gehört zu haben.
	        
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