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und strategischen Verwaltungsmanöver waren ihnen mit
ungeheurer Sorgfalt eingeimpft worden.
Das erste, was sie taten, als sie ihr Erbe antraten, war,
sich prachtvolle Wohnsitze zu schaffen, die ihrer Ver-
mögenslage entsprachen. Dazu bedurfte es nur eines Feder-
strichs. Architekten und Scharen von Handwerkern traten
in Tätigkeit und bauten ihnen Paläste, dem einen an der
5.Avenue und 52. Straße, dem anderen an der 5. Avenue
und der 57. Straße.
Millionen wurden verschwenderisch verausgabt. Für sein
Heim in der 5. Avenue allein verausgabte Cornelius 5 Millio-
nen Dollar. Um Platz für die Blumenbeete und ein paar
Quadratmeter Rasen zu bekommen, wurde ein benachbartes
Haus niedergerissen und der Garten mit einem Kostenauf-
wand von 400 000 Dollar angelegt. George, ein anderer
Bruder, der ein sehr zurückgezogenes Leben führte, gab
6 Millionen Dollar für ein fürstliches Haus inmitten der
North-Carolina-Berge aus. Dreihundert Mann wurden drei
Jahre lang an diesem Bau beschäftigt, und er kaufte immer
mehr angrenzendes Terrain an, bis sein Besitztum 180 Qua-
dratmeilen umfaßte. Sein Jagdgebiet wurde vergrößert,
bis es sich über 20 000 Morgen erstreckte. So lebten sie,
dreißig Jahre nachdem ihr Großvater seine ersten Millionen
durch Schwindeleien erbeutet hatte, wie Fürsten und in
größerem Luxus und größerer Macht als die wirklichen
Fürsten alter oder moderner Zeiten. Aber diese prächtigen
Wohnsitze standen oft unbewohnt. Ihre Besitzer veran-
laßten die Erbauung majestätischer, geräumiger Paläste
in Newport, wohin einige der Vanderbilts in der heißen
Jahreszeit ihre erhabene Residenz verlegten.
Neuerwerb von Bahnen und Kohlengruüuben
Wenn William H. Vanderbilt sich veranlaßt gesehen hatte,
die Erregung der Mittelklasse zu dämpfen, indem er den
Aktienbesitz der New Yorker Zentraleisenbahn aufteilte,
ließen seine Söhne Cornelius und William diese Erregung un-
beachtet. In äußerster Verachtung der besonders im Westen
herrschenden erbitterten Stimmung gegen die Vereinigung