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Pennsylvania-Kohlen- und Koksgesellschaft und die West-
Branch-Kohlengesellschaft. Infolge ihrer großen Beteili-
gung an anderen Eisenbahnen, welche diese Braunkohlen-
gebiete durchqueren, sind die Vanderbilts im Besitz von
etwa der Hälfte aller Braunkohlenlager in den östlichen und
den meisten Staaten des mittleren Westens.
Nach einem Bericht der Interstate Commerce Commis-
sion vom Jahre 1907 besaßen die New Yorker Zentral- und
die Pennsylvania-Eisenbahn in diesem Jahre etwa 45 Pro-
zent der Aktien der Chesapeake- und Ohio-Eisenbahn, und
die New Yorker Zentraleisenbahn besaß große Mengen Ak-
tien anderer Eisenbahnen. „Die Kommission kommt daher
zu dem Schluß,“ fährt der Bericht nach eingehender Be-
sprechung der Besitzverteilung fort, „daß die Baltimore-
und Ohio-Eisenbahngesellschaft, die Norfolk- und Western-
FEisenbahngesellschaft und die Philadelphia- und Reading-
Eisenbahngesellschaft sich in der Tat in Händen der Penn-
sylvania-Eisenbahngesellschaft und der New Yorker Zentral-
und Hudson-River-Eisenbahngesellschaft befinden, wodurch
jeder wesentliche Wettbewerb zwischen den Kohlentrans-
porteuren in den betreffenden Gebieten vernichtet ist.“
Obwohl die Standard Oil Oligarchie jetzt beträchtliche
Mengen Aktien der Vanderbiltschen Eisenbahnen besitzt,
haben doch die Vanderbilts ohne Zweifel in weitem Maße
die Verfügung über Stein- und Braunkohlenlager.
Die ungeheuren Gewinne an den Kobhlengruben
Die genauen Gewinne der Vanderbilts und anderer
Eisenbahnbesitzer aus ihrer Verwaltung der Anthrazit-
und größtenteils auch der Braunkohlenlager kennt nie-
mand und kann niemand angeben. Wie bereits gesagt, ver-
schleiern die Eisenbahnmagnaten ihre Tätigkeit, indem sie
ihre Operationen durch Hilfsgesellschaften vornehmen las-
sen. Daß ihre Ausbeute jährlich Hunderte von Millionen
Deträgt, ist Tatsache.
Außer der bereits erwähnten Beschlagnahme der Ar-
beit der Bevölkerung der Vereinigten Staaten wird auch
das Leben der Menschen hingeopfert. Die jährlichen Ver-