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deren wurde durchgeführt, zuweilen heimlich, zuweilen aber
auch mit aller Ungeniertheit. Die Parlamentsmaßnahmen in
New York und vielen anderen Staaten wurden so geschickt
abgefaßt, daß Vorbehalte, welche die größten Betrügereien
zuließen, darin versteckt waren und der Öffentlichkeit
erst zum Bewußtsein kamen, wenn der Betrug bereits
ausgeführt war. Hierhin gehören die korrupten Gesetze,
die weite Landstrecken in den Adirondack Mountains an
Eisenbahngesellschaften weggaben, die jetzt den Vanderbilts
gehören. Hierhin gehören auch die Gesetze, welche
diese oder jene Aktien, bzw. Besitzungen von der Besteuerung
ausschlossen, wertvolle Konzessionen verliehen und
weitere Konsolidierungen zuließen. Im Staate New York
kamen Gesetze heraus, die mit ihrer Wirkung den Eriekanal
(der die Bevölkerung 100 Millionen Dollar gekostet hatte)
als einen Konkurrenten der New Yorker Zentraleisenbahn
zerstörten. All diese und andere Maßnahmen aber verschwinden
neben den besonders großen und bemerkenswerten
"Transaktionen, durch die William K. Vanderbilt
1898 seinem Vermögen 50 Millionen Dollar auf einen Hieb
hinzufügte.
Die Besitzverhältnisse der Vanderbilts in bezug "auf
ihre verschiedenen Eisenbahnen waren recht verwickelt.
Eine Gruppe von Eisenbahnen, deren Aktienmajorität tatsächlich
der Familie Vanderbilt gehörte, wurde dem Scheine
nach zum Eigentum verschiedener und scheinbar getrennter
Eisenbahngesellschaften gemacht. Dies umständliche Arrangement
war getroffen, um die wirklichen Besitzverhältnisse
zu verschleiern und einen plausiblen Einwand gegen die Beschuldigung
zu haben, daß viele Eisenbahnen in einer Hand
vereinigt seien und ein Monopol bildeten, das den Verkehr
hinderte. Die Verhältnisse lagen folgendermaßen:
Die Vanderbilts besaßen die New Yorker Zentral- und Hudson
River-Eisenbahn. Umgekehrt besaß diese Eisenbahn,
als Gesellschaft, die Majorität des 50 Millionen Dollar
betragenden Aktienkapitals-der Lake Shore-Eisenbahn. Die
Lake Shore-Bahn wieder war die Hauptbeteiligte an anderen
Eisenbahnen usw.
1897 begann William K. Vanderbilt in aller Heimlichkeit
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