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Dollar für „Extra- und Gesetzgebungs-Leistungen‘“ veraus-
gabt und „die Gepflogenheit hatten, alljährlich große
Summen für Beeinflussung der Wahlen und der Parla-
mente hinzugeben!)“.
Als die ungeheuren Diebstähle legalisiert waren, kehrten
Drew, Gould und Fisk nach Jersey zurück. Aber ihr Weg
war noch nicht frei. Vanderbilt hatte verschiedene Zivil-
prozesse in New York gegen sie angestrengt; außerdem wur-
den sie wegen Übertretung der gerichtlichen Verfügungen
verurteilt. Jetzt begannen die Unterhandlungen. Unter
den ernstesten Drohungen, was die Gerichte im Weigerungs-
falle tun würden, verlangte Vanderbilt, daß sie die Aktien
zurückkauften, die sie ihm aufgehalst hatten.
Drew war als erster zu dem Kompromiß bereit; Gould
und Fisk folgten bald darauf. Sie bezahlten Vanderbilt
2 500 000 Dollar in bar, ı 250 000 Dollar in Papieren für
50 000 Erie-Aktien und eine weitere Million Dollar für das
Privilegium, ihn für die verbleibenden 50000 Aktien inner-
halb vier Monaten jederzeit in Anspruch nehmen zu können,
Obwohl diese Vereinbarung Vanderbilt um etwa z Millionen
Dollar schädigte, erklärte er sich bereit, seine Klagen zurück-
zuziehen. Die drei verließen nun ihre Zufluchtsstätte in
Jersey und verlegten die Büros der Erie-Bahn in das Grand
Opera House in der Achten Avenue und 23. Street in New
York. Dieser Zusammenstoß mit Vanderbilt war für Gould
eine gute Lehre, die er von nun an nie aus den Augen ließ;
daß es nämlich nicht genügte, die Gemeinderäte und Parla-
mente zu bestechen, sondern daß auch die Richter beeinflußt
werden mußten. Die Ereignisse zeigten, daß er die Ver-
handlungen sofort aufnahm.
1) Report of the Select Committee of the Assembly, Assembly Documents 1873,
No, 98, Bd. 19. Die Kommission berichtete: Was die Erie-Gesellschaft getan hat,
das tun zweifellos andere große Gesellschaften ebenfalls Jahr für Jahr, und durch
den Zusammenschluß der Gesellschaften wird die Macht dieser großkapitalistischen
Gesellschaften eine ständige Gefahr für die Freiheiten des Volkes. Die Eisenbahn-
agenten werfen ihre schmutzigen Gewinne dem Parlamente zu, und in unserer gan-
zen Politik macht sich die herabziehende Wirkung dieses Einflusses fühlbar (S. 18).