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wenn man wartete, bis die Männer nach Albany kamen“,
Bezeichnend ist seine Bemerkung, daß es ebenso unmöglich
sel, die verschiedenen Fälle aufzuzählen, als wenn man sich
erinnern sollte, wieviele Güterwagen Tat für Tag auf der
Erie-Eisenbahn verkehrt hätten“, Seine Bestechung dehnte
sich über vier verschiedene Staaten aus, wie er gleichmütig
angab. „In einem republikanischen Bezirk war ich Republikaner,
in einem demokratischen Bezirk Demokrat, in einem
neutralen Bezirk neutral, aber immer wahrte ich die Interessen
der Erie-Bahn?).“ Die Beträge, die er für diese ausgedehnte
Bestechung verausgabte, stammten aus den Ergebnissen
seiner großen Diebstähle her; er hätte mit ebenso
großer Wahrheit hinzufügen können, daß er mit diesem gestohlenen
Gelde einige der hervorragendsten Advokaten
jener Zeit beschäftigen und Richter kaufen konnte.
Die Schriftsteller, die sich mit den oberflächlichen Tatsachen
begnügen oder denen das Verständnis für den Gang
der Geschehnisse fehlt, konstatieren meistens, daß Gould nur
durch diese Bestechungen und Intrigen seine Betrügereien
durchführen konnte. Solche Behauptungen sind völlig inkorrekt.
Um zu tun, was er tat, brauchte man die Billigung
oder zum mindesten die Duldung seitens eines beträchtlichen
Teils der öffentlichen Meinung. Diese erlangte er. Auf
welche Art? Indem er sich als eifrigen Antimonopolisten
hinstellte.
Die Antimonopolbewegung war der größte Fetisch der
ganzen Mittelklasse; diese Klasse beobachtete mit Besorgnis
die wachsende Konzentration des Reichtums; und da ihre
Interessen durch eine große Anzahl der Organe der öffentlichen
Meinung vertreten wurden, beeinflußten sie die Gedanken
eines nicht kleinen Teils der arbeitenden Klasse.
Während Gould seine Bestechungen in aller Heimlichkeit
betrieb, legte er der Öffentlichkeit eine Reihe von Argu-Menten
vor, an denen es ihm nie mangelte. Er stellte sich
selbst als den Vorkämpfer der Mittelklasse und der arbeitenden
Klasse hin, indem er Vanderbilt zu verhindern suchte,
ein Eisenbahnmonopol zu bekommen. Er benutzte ge
1) Report of, and Testimony before, the Select Assembly Committee, 1873,
Assembly Documents, Nr. 08, 20 ete.