zibt, wenn auch konventionell interpretiert, übergeht die
Grundtatsachen von seinen Reeder-Unternehmungen mit
einer Phrase und hat keine Ahnung von den Sonder-
privilegien, die Millionen Dollar wert waren und die Astor
zusammen. mit anderen Kaufleuten‘ als Liebesgabe von
der Regierung erhielt. Diese Unwissenheit ist bezeichnend
— läßt sie doch den Leser völlig im unklaren über die
Art der Methoden, die Astor anwandte, um als Reeder
Millionen anzuhäufen, die es ihm erst ermöglichten, sich in
der großzügigsten Weise mit Landankäufen zu befassen. —
In bezug auf die beiden hervorragendsten Millionäre der
ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts, Stephen Girard
und John Jacob Astor, kann man sich allerdings nicht
über Mangel an Daten beklagen — aber von fast allen
anderen mächtigen Kaufleuten der Zeit sind sogar die
Namen im tiefsten Dunkel untergegangen. Die Namen
Girards und Astors aber sind noch lebendig — der eine
wegen einer denkwürdigen Stiftung, der andere als Begrün-
der von einem der größten Vermögen der Welt.
Handel und Betrug
Ihrer unerreichten Erfolge wegen waren diese beiden
die Zielscheiben einerseits für die bitteren Invektiven
ihrer Konkurrenten, anderseits für die Lobpreisungen
ihrer Freunde und Wohltatenempfänger. Auf beide Art
hat man Bedeutendes geleistet — aber wenn wir uns bloß
an die Tatsachen halten, so merken wir, daß sie nicht
schlechter waren als die anderen Millionäire der Zeit —
höchstens dem Grade nach. Das ganze Handelssystem
gründete sich auf eine Kombination von überlegener Ge-
schicklichkeit und überlegener Schlauheit — einer Geschick-
lichkeit, die nicht darin bestand, Produkte zu erzeugen,
sondern darin, die von anderen erzeugten in Besitz zu be-
zxommen und zu verteilen.
Schwindelhafte Surrogate spielten bei vielen, wenn nicht
bei allen Reedervermögen eine aktive Rolle. Die Reeder
und die Kaufleute vollführten gegen das unaufgeklärte
Volk die gröbsten Betrügereien. Walter Barrett, jener