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III. Strafrecht.
justizorgane wird durch das Strafgerichtsverfassungsrecht geregelt, welches
anten in der Lehre von den Vrozeßsubjekten mit zur Darstellung kommt.
Literatur zum Strafprozeß: Aus der Zeit vor der R.St.P.O. haben ihren Wert behalten:
Planuck, Systematische Darstellung des deutschen Strafverfahrens auf Grundlage der neueren Straf—⸗
prozeßordnungen (1857) und Zachariä, Handbu des deutschen Strafprozesses, 2 Bände (1861, 1868).
Dem modernen Rechte sind folgende Werke gewidmet; die Lehrbücher von Geyer (1880), v. Kries
1892), Ullmann (1898), Bennecke (1895), Bennecke-VReling (1900), Rosenfeld (1901); die
„Vorlesungen“ von Birkmeyer (1898); der Grundriß von Binding (4. Aufl, 1900); die Abrisse
pon Dochow (83. Aufl. 1880, Hellweg⸗ Dochow 4. Aufl. 1890); John, in den vorigen Auflagen dieser
Encyhklopädie, fowie von v Silienthal in Birkmeyers Encyklopädie der Rechtswissenschaft (1901);
die Handbücher von v. Holtzendorff (18771879, mit Beiträgen von Dochow, Fuchs, Geyer,
Glaser, v. Holtzendorff, Hugo Meyer, Meves, v. Schwarze, Ullmann) und Gläsfer
I888, 1886, nebst Sonderband: Beiträge zur Lehre vom Beweis 1883), die Rechtsfälle von Bennecke⸗
Beling (1895); die Kommentare zur St. P.O. von Voitus (1877), v. Schwarze (1878), Thilo
1878) d. Bomhard-Koller (1879 Puchelt (1881), Dalcke . Aufl. 18819. Dörendorf T881)
deller (2. Aufi. 1882), John (1884-1891), Isenbart-Samtter (1893), Stenglein (8. Aufl.
1898) Mamxoth (19005 Lwes Hellweg (10. Aufl. 1900; die Kommentare zum G. V.G. von
Keller (1877), Hauck (1879) und Thilo (1879); zahlreiche Artikel in v. Stengels Wörterbuch
des Verwaltungsrechts (1800) und in v. Holtzendorffs Rechtslexikon (3. Aufl. 1880-1881). In
die Technik des Sttrafprozesses führen ein: die Aktenstücke von Richard Schmidt (2. Aufl. 1897)
und v. Hippel (1888); ferner Weizsäcker Formularbuch zu den deutschen Prozeßordnungen, 2. Ab⸗
teilung (1891); v. Marck-Kloß, Die Staatsanwaltschaft (2. Aufl. 1903); Krobitzsch, Verfügungen
in Straffachen (1896); Kroschel, Abfafsung der Urteile in Strafsachen (8. Aufl. 1902); 88
Meyer, Protokoll und, Urteil (2. Aufl. 1900); Delius, Gerichtl. Praxis in Strassachen (1900);
2u cas, Anleitung zur strafrechtlichen Praxis (1902); Ebert, Das amtsgerichtliche Dezernat (4. Aufl.
1900). Eine besondere Zeitschrift für Strafprozeß gibt es nicht; die dem Strafrecht gewidmeten Zeit⸗
ichriften dienen dem Strafprozeß mit. In der Zeitschrift für die gesamte Strakrechtswissenschaft sort⸗
laufende Literaturberichte!.
82. Abriß der Geschichte des Strafprozeßrechts.
Literatur: Die Darstellungen der Rechtsgeschichte überhaupt. Ferner: Rogge, üÜber Gerichts⸗
wejen der Germanen (1820; Dahn, Die Könige der Germanen (1961— 1800); Heck, Altfriesische
Gerichtsverfassung (1894); Brunner, Die Eutstehung der Schwurgerichte (1872); Dersel be, Zeugen⸗
aind Inquisitionsbeweis der karolingischen Zeit (1866); Plänck, Das deutsche Gerichtsverfahren im
Mittelalter, 2 Bde. (1879); v. Krises, Der Beweis im Strafprozeß des Mittelalters (1878); R. Loͤning,
Der Reinigungseid bei Ungerichtsklagen im deutschen Mittelalter (1880); His, Strafrecht der
Friesen im Mittelalter (1901); Knapp, Das alte Nürnberger Kriminalverfahren bis zur Einführung
der Carolina, 3. f. St. R. W. XII 200, 448; Ben necke, Zur Geschichte des deutschen Strafprozesses:
Das Strafverfahren nach den holländischen und flandrischen Rechten des 12. und 18. Jahrhunderts
1886); — Geib, Geschichte des römischen Criminalprocesses bis zum Tode Justinians (1848); Zumpt,
Der Criminalproceß der römischen Republik (1871); Mommsen, Das römische Strafrecht (1899). —
München, Das kanonische Gerichtsverfahren und Strafrecht Bd. J, 2. Aufl. (1874. — Biener, Bei⸗
räge zur Geschichte des Inquisitionsprocesses (1827); Brunnenmeister, Die Quellen der Bambergensis
1878); R. Schmidt, Die Herkunft des Inquisitionsprocesses (1902); Chr. Fr. G. Meister, Aus—
führliche Abhandlung des peinlichen Processes in Deutschland Bd. J (1766 - 1778, 1795); v. Qu istorp
Grundjfütze des deutschen peinlichen Rechts Bd. III, 6. Ausg. v. Roß (1821); Henke, Handbuch des
Criminalrechts Bd. IV (1838); Bauer, Lehrbuch des Strafprocesses (18883 2 Ausg. . Morstadt
1848); C. J. A. Mittermaier, Das deutsche Strafverfahren, 4. Aufl. (1845, 1846); Nar tin, Lehrbuch
des Criminalprocesses, 5. Ausg. von Temme (18857); Abegg, Lehrhuch des gemeinen Criminalprocesses
1838). — Biener, Das englische Geschworenengericht, 3 Bde. (149521855); Fener bach, Über die
Herichtsverfassung Frankreichs (1825); FPaustin Hélie, Traité de l'instruction crimmelie, 2. 6d.
1866. 1867; Hugo Meyer, That- und Rechtsfrage (1860); Heinze, Parallelen zwischen der
englischen Jury und dem französischen deutschen Geschworenengericht (1864; Glafer, Antlage, Wahr⸗
pruch u.s.w. im englischen Schwurgerichtsverfahren (18661. — Die in 81 angeführten Werke von
Plauck und Zachariö.
1. Die germanische Gerichtsverfassung kennzeichnet sich durch ihren demokratischen
Charakter: das Urteil sprach die Volksversammlung selbst, der Vorsitzende oder Kichter“
war also nicht gleichzeitig „Urteiler“, sondern hatte nur die Leitung und den Urteils⸗
oorschlag; im fränkischen Recht wurde ihm später auch der Urteilsvorschlag aus der
Auf die vorstehend aufgeführte Literatur sei hiermit ein für allemal verwiesen. In den
nachstehend bei den einzelnen Paragraphen gemachten Literaklurangaben wird auf sie nicht zurückgegriffen.