2, Titel: Gegenfeitiger Vertrag. S 526. 265
; Der 8 326 gibt alfo dem Gläubiger aus einent gegenfeitigen Bertrage eine erheb=
(De Erveiterung der ee Salle des Schuldnerverzugs nad) dem Mujter der
tt, 254—256 de8 alten HGB. (vgl. BR. I S. 644). E€8 find aber für die Zuläffigkeit diejer
Meiteren Yechte zu b und c zwei Hauptfälle zu unterfheiden: |
int. 1. Der Fall, daß die Erfüllung des Vertrags für den anderen Teil (Gläubiger)
"folge des VBerzugs fein Interefje mehr hat ($ a ee N & nit nadweis6
\ + Der Fall, daß der Mangel eines jolden Intereffes nit nachweisbar
€ oder daß nn Ofabiner ‚ch Sen unter Umftänden jdhwierigen Nachweis des
NterefenfortialNls erfbaren will, , n
und 5, öhrend im Falle zu 1 die Wahl zwifhen dem Schadenserfaß wegen Nichterfüllung
Se dem Hücktritt dem Gläubiger ohne weiteres nach Eintritt des VerzugS zufteht, hat
A Släubiger im Salle zu b noch eine befondere formale VBorausjekung zu erfüllen,
ai dem andern (in Verzug geratenen) Teil, aljo in concreto dem Schuldner eine
et effene Hrijft mit der Srflärung zu beftimmen, daß er die Annahme nach dem
b de der Frift ablehne, Yon bejonderer praktiiher Bedeutung ift diefes Recht zu
© ur fortlaufende Verpflichtungen, insbefondere auch für Sukzeffivgefhäfte. Wegen der
m öwierigteit des Nachweifes eines KanjalzırjammenhangsS, wie er Towobl durch S 286,
wit auch durch S 326 967. 2 (infolge) für die Berzugswirkumgen gefordert wird, hat man
N diefer Srijltbeitimmung dem Gläubiger einen hejonderen Kechtsbehelf gewährt, um
io Rechts flarheit zu befchaffen über den Zeitpunkt, wo er wegen mangelnder Bräzifion
gef Fortlaufender SorderungsverleBung freie Hand Hat, beifpielsmeije für ein Dedungs-
äft. (Vol. Brecht a. a. OD. [SKeringS Xahıb. S. 53, 253, 54, 86 f, 92 1).
nömli En beiden Hauptfällen 1 und 2 find wiederum zwei Unterfälle zu unterfcheiden,
a) der Fall, daß überhaupt noch nidht geleiftet ft Cotalverzug);
® b) ber SE DaB eine eilteiltung erfolgt ift EN AA _
ir werden i enden in Anlehmung an die Anordnung des Gejekes zunü
W Sal 2 mit der ns und b Een teren näher erörtern, alfo unter
On“ IH das Recht der fog. Nah frift und unter Bem. IV den eine Nachfrikt erübrigenden
des Tofortigen Sntere{jefortfalls. ;
Hr Recht zur Segung einer Frijt (Nachfrift), REDET One
- Verhältnis 326 zu & 286: Sofern der S 326 etwas Befjonderes für
Den Berzug 1 NN in Ye hene feiner Sorangjebungen al8 feinen Jolgen beitimmt, (Okießt
S als lex posterior specialis die Unmwendung des S 286 aus, Val. NOS. Bd. 70
De %. Daher it die Friftjeßung in allen Fällen, die nicht unter bj. 2 fallen
Se In Denen der Wegfall des Interefle8 erweisbar ift, ıunbedingte EG, des
Te eNSer fa Ban pr UChS wegen Nichterfüllung oder des Rücktrittsrecht? und die Bor =
AN des 8 286 Abi. 1, wonach der Schuldner dem rer den durch den Verzug
en denen Schaden zu erjebßen hat, „findet auf gegenfeitige Verträge injoweit, als es
Ni Um einen unter Aolehnung der Erfüllung geltend gemachten Schadenzerfaß wegen
Mer füllung de8 ganzen VertrageS handelt, nur mit der in S 326 Ubf. 1 enthaltenen
de Sägabe Anwendung, daß, jofern nicht ein Fall des Ab]. 2 S 326 (Bem. IV) vorliegt,
Befti Nlpruch an die vorgängige, mit der vorgefdhriebenen Erklärung verbundenen
36 Ummung einer angemefl f enen Friit zur Bewirkung der Leiftung und an den fruchtlojen
Span diefer Srijt gefniüpft ijt“. Anders verhält es ih bei dem bloß afzefforifdhen
Denserfabanipruch, den der Gläubiger auch bei gegenieittgen Meder
ode des Verzugs des Schuldners neben dem ErfüllungsaniprucG felbit dann Ye
Kar fanıt, wenn die erwähnten Borausjebungen nicht vorliegen, }. Dem. I.) MN. M.
mer, Segenjeitige Verträge, Halle 1904 S. 164.
*. Borausjekungen des Recht8 zur Friftfebung: . ae
Das Recht zur Sriltlebung, jtebt dem Gläubiger bei allen Eu ie
nifjen aus gegenfeitigen Verträgen zu, auch bei einem alterna On ie
auch wenn der Schuldner die an fich ziffermäßig beftimmte we ur A
Betrag der ihn zuftehenden Gegenforderungen firzen darf. ee % © Sn
Widr. 1901 S. 647, ROES, Bd. 49 S. 38, Ripr. d. DI6. 8
3 Jteht auch dem Zeffionar des ®läubigers zu, wenn Se 0 Ta
De gegenüber in Berzug kommt. ROGES. Bd. 55 S. 402, Sur. ;
eil. S. 140. it der Ab=
itig it jedoch, ob der S 326 auch auf den Verzug mit der UA bh=
aÖme tn Gegenftandes (S 433 Abt. 2) AD Findet.
Die Frage ift jedoch mit der Mberwiegenden Aran® Bd
na n Wand, Bem. 2, D zu. r D
U A pr des Käufer8 Darftellt. Val. darüber
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