3. Titel: Aufrehnung. S 392, Vorbemerkung zu den SS 393—395. SS 393, 394. 409
19 mit Rückjicht auf Treu und Glauben au der Berkehr8fitte, au au8 dem wirtfhaftlichen
Ste de8 Schuldverhältniffes ergeben. Val. Bem. I, 2, Bem. II zu & 387, Bem. 4 zu & 321;
°l. ferner Ripr. d. OLG. Bd. 16 S. 377; Bem. 3 zu 8 391.
Il. Durch SGejeH: AI3 gefeßlige AufrehnungSverbote Kommen in Frage:
| 1, Das Verbot der Aufrehnung gegen Aniprüde au3 unerlaubten Hand:
"gen (8 393);
. 2, das Verbot der Anfredhnung gegen Forderungen, die der Pfändung nicht
"ierworfen {ind (8 394);
8 3, die Befhränkung der Aufrehnung gegen Forderungen deS NeichHe3, eines
(Sam Sitantes, einer Gemeinde oder eineS anderen Kommunalverbandes
5\
4, Val. außerdem die fonderredtligHen Beftimmungen in Bem. 5 zu 8 391.
Über ‚Nicht aufgenommen {jt vom BGB. da3 gemeinrechtliHe Berbot der Aufredhnung gegen=
5 den Forderung auf Rücgabe einer in Verwahrung gegebenen Sade (Dernburg, Pand.
YHüfee $ 63 %. 13, Windjheid-Kipp Bd. 2 8 350 N. 24). Val. au BLR, IV cap. 15. Die
alio Önung gegenüber Forderungen aus einem depositum, Jomwie au einem Leihvertrag ft
Be leßt Tebiglig dur die allgemeinen Vorausfeßungen begrenzt, vgl. Vorbem. I oben,
Mm. II zu 8 387.
$ 393.
Segen eine Forderung aus einer vorfäglich begangenen unerlaubten Handlung
die Aufrechnung nicht zuläffig.
®. I, 287; II, 387; III, 887.
Delir i. Verbot der Aufrechnung gegen Anjprüce aus vorfäglidH begangenen
Yu ten: Die gemeinrechtliche Beitimmung (I. 14 8 2 C. de comp. 4, 31), daß eine
ee nung nicht ftattfindet gegenüber der Forderung aus widerrechtlicher Uneignung
Den Befikeg (Dernburg, Pand. Bd. 2 8 63 Note 12; Windfcheid, Pand. Bd. 2 5 350
aus 25), ift HM das BGB. dahin erweitert morden, daß gegenüber allen Forderungen
una eHer vborjäßlih begangenen SEEN ONE die Aufredhnung
be HG ig ijt. Val. M. II, 112 und die vermandte Beftimmung des S 273 Ubi. 2
9: lich des ZurücbehaltungsrechtS, Ueber den Begriff der unerlaubten Handlung f. den
88 Stel diefes Buches (SS 823 ff). Nicht anwendbar ift 8 393 auf die Unafidelilte der
Befo 38 ff. U da eine „vorfäßlidh“ begangene unerlaubte Handlung
dert wird, val. Weyl, Verfdhuldensbegrüjie S. 270, 408 Anm. 2. en
Dorti Strafbarfkeit der unerlaubten Handlung ift nicht vorausgefeßt; eS genügt jedes
Blich begangene Delikt im ‚Sinne des Zivilrechts.
UÜeber den Begriff „vorfäßlidh“ vgl. Vorbem. zu SS 275—282, II, 1 S. 136 ff.
Seutt 3. Aus der RO Bal. RGE. Bd. 3 Nr. 35 (Untreue), Bd. 19 S. 227;
(Sat Zrch. Bd, 48 Nr. 19, ROLE. vom 30. November 1899 in Bl. 1. RA. Bd. 65 S. 267.
Io fo Ein Beamter in amtlicher Sigenfchaft Gelder empfangen und fih diefe angeeignet,
hie er fi auf eine Rompenfation, mit Gehaltsanfprüchen nicht berufen.) Val. ferner
CA Steheior, d. Meichsaer. I S. 17, 18, NOS. in EMi{.Lothr. Ztichr. Mb. 32 S. 161
ey). n
den ° ROT. Bd. 56 S. 317. (Gat der Wechfeljhuldner einen Wechfel einlöfen mühen,
ABemübes DIE De Übrede len KA be Ol fo ift kr aa
S te Aufrechnung ausgefchlofien. gl. ferner ROES. im „NMecht“ ©. ;
eufferta Urch. Mb. 63 a FM 1908 11 Riff. 3566; SHantl. Ger2. 1908 Yeibl. 232.
8 394.)
N Soweit eine Forderung der Pfändung nicht unterworfen ift, findet die Uuf-
Onung geaen die Korderung nicht ftatt. Geaen die aus Kranken-, HUlfs- oder
*) Si : bera in D. Yur.2. 1900 S, 91: If Abzug der Ordnungs-
Atafe ES &o. Den Bad im ka 1901 S. 586: Sohnaufrednung und
Be mAUWTChehaltun ; Thode, D. Kur. 3. 1901 S. 304: Zur Lehre von der Aufrednung nach
68; Scmel2t? 5m Bl. £ RU. Bd. 66 S, 289 ff... 305 H.: Verbot der Aufrechnung