4, Titel: Erlaß. Vorbemerkungen. S 397.
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iede (exceptio pacti de non petendo). € bleibt au feine natürliche Berbindlicteit zurüd.
RÖC, Bd. 35 S. 216. .
3ufolge der dispofitiven Natur des Obligationenrechts und des Srundjages der Ber»
agSfreißeit ijt felbjtverftändlih auch jeßt nod) ein bloßes pactum de non petendo im Sinne
des Tömifcdhen Necht8, jet e8 nun al8 pactum in rem oder in personam zuläifig (vgl.
Enneccerus, 4./5. Aufl. 1,2 S. 190) d, 9. eine Vereinbarung, die bloß eine Einrede erzeugt.
Cine Tolche fOwädhere Wirkung wird {ftet8 anzunehmen fein, wenn der Gläubiger ih nur
Derpilichtet, die Forderung während beftimmter Zeit oder gegen eine beftimmte Berfon nicht
Seltend zu maden (pactum de non petendo in tempus oder in personam). Val. auch
ar, 115; RGE. im jächt. Arch. Bd. 13 S. 352; NGE. in Jur. Wichr. 1908 S. 750 Ziff. 21.
V. Wegen des zwangsweife im Konkurfe zuftande kommenden ErlaffeS (og. Zwangs:
"eraleigh) bal. RO. 88 173 ff. und dazu Crome, Syftem IL, 8 195 II S. 313—816, ©. Seuffert,
NS pro ze hrecht 88 53 {f., Rohler, Konkurarecht 88 71 ff. 101 ff, LöGhr in Ztihr, f. d.
SibilbrozeR Bd. 16 S. 335 FF.
$ 397.
% Das SchHuldverhältnik erliiht, wenn der Gläubiger dem Schuldner durch
“rag die Schuld erläßt.
N Das Gleiche gilt, menn der Gläubiger durch Vertrag mit dem Schuldner
'fennt, daß das Shuldverhältnig nicht beitehe,
; &. I, 290; II, 341; IH, 891, | Bollzicht
in x. 1 Der Erlakvertrag ijt an eine beftimmte Form nicht gebunden. Bollzieht fi
am eine Chahın , % fe gerichtliche oder notarielle Beurkundung (S 518) nicht
Get Petlich, weil der Grlaß Jich al8 die Bemirkung der fIhenkungsweije zugewendeten
M darftellt (& 518 Abi. 2. ROSE. Bd. 53 S. 294, Kur. Wir. 1903 Beil. S. 42.
Tein er Erlaßvertrag kann an einen EU und an eine Sebinannn Anni
gef ‚(Obweichend von der römijch-rechtlihen Wkzeptilation). Da er an eine Bedingung
em werden kann, jo kann auf diejem Wege auch fein Beftimmungsgrund zur Bedingung
befett: NRechtshefjtändiokeit gemacht, die abfirakte Matur des Erlanes alio in concreto
Wigt werden. Val. Dernburg II S. 337. , . , .
ein Die Bedingung kann Jowohl NDS En wie auflöfend geftellt fein. Degepen ift
Er! Ndtermin mit der Natur des Erlafle8 unvereinbar, ftatt Defjen i{ft im Zweifel bei
ne Di8 zu einem bejtimmten Zeitpunkt ein N pactum de non petendo,
nehmen, wodurch dem Schuldner eine Einrede erwächft, die Forderung aber nicht erlifcht.
fanın 3Zu beachten ift, daß ein ErlaBvertrag auch {tillf Oweigen? Zuitande kommen
SrEG daß inSbejondere gerade beim Erlah der Antragende in der Regel auf eine Annahme-
em eng verzichtet, fomie daß nach der Verkehröiitte eine foldhe in bielen Fällen nicht
“tt wird. Val. 8 151. Val. nod ROGE. in L3. 1908 S. 698 Ziff. 23. -
d * Bei teilweijem Erlaß erlificht da8 Schuldverhältnis nur teiltveije, Meber
d Erlaßvertrag Eh dem Gläubiger und einem GejamtthHuldner bzw. zwifchen
SDuldner und einem Gefamtgläubiger f. die 88 423 und in N TH 8.
+ Der Erlaßvertrag enthält eine Verfügung über das Schuldverhältnis, Die
A EN Er rat nad 8 81 zum Verzicht über den Streitgegenftand, alfo auch
Jema Crlaß der ein eflagten Forderung oder eine8 Teiles. Wird der Erlaßvertrag von
10 Ed gefchloffen, Ser zur Verfügung über die Forderungnicht berechtigt ift,
üden die Vorfchriften des & 185 Anwendung. Se
tixh in Pe Erlaßpertrag nt in ES E Hnleie Sn Se
Dlcdhem Zalle die Entitehung des uldverhältnifies von >
Segen. (Ein Solder Vertran it unwirllam, foweit er genen S 276 Ubi. 2 und S 138
Nichti {ft der einen Verzicht auf Kinftigen Unterhalt (S 1614 Abl. I enthaltende
Meß, „desaleiden no 8 1714 Un unentgeltliche Verzicht des unehelichen Kindes gegen-
Teimem Erzeuger auf den UnterhaltsanfprugG für die Buben beit Shi Baier
6 - Das in den Bem. 1 bi8 3 SGejagte gilt auch für den negakiven | ner:
Ar UngSbertrag. Sluch Diefer En ein A Olir e fte8 Nechtagelhäft, ebenfo wie der pofitive
Yennungspertrag. (Bol. & 781; M. 11, 115; ®. I, 511, 696—699.) .
Ber Bezüglich der Anwendbarkeit der Doc Ortiten über die ungeredhtfertigte
Zei Oerung ift bier insbefondere zu bemerken:
Staudinger. AGEM. a (Eublenbed, Net der Schuldverhäkltniffe) 5./6. Aufl.