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IV, Wbjdhnitt: UYebertragung der Forderung.
tote 16.) Nur, jofernm in der undvollionınenen Zivilobligation aud
zine echte Naturalobligation ftedt, ijt dieje Ießtere als DIoß erfüllbare,
ze non Doligation übertragbar nach Maßgabe des unter B
ejagten. | 2
Die edhte Naturalobligation, die nur erfüllbar, aber nicht etz
zwingbar, ift alS folche übertragbar, d. h. eine Erfüllung derfelben be
den Zeffionar gilt als Erfüllung, nicht als Schenkung (8 534), Wi
zwar gilt fie als Srfüllung gegenüßer dem BZeffionar auf Gran
:edht8wirkfjamer Nebertragung. €&3 XIann alfo 3. B. eine verübt!
Xorderung, eine Cpiel- und Wettfchuld, ein Sntbrud auf Trinkgel
(8 814) abgetreten werden. Der neue Gläubiger erlangt natürlich feinen
erzwingbaren Anfpruch. Wird jedoch auf Grund der Zeflion IN
den neuen Gläubiger geleiftet, fo ijt die condictio indebill auf
gefOloffen, audh wenn in Unfenntnis der rechtlichen Unerzwingbarket
Aeleiftef ijt. (Cine bvertragsmäßige Anerkennung gegenüber dem
Heflionar ift bei Spiel und Wett Gulden, ebenfo beim Anfpru au]
Chematellohn wirkungslos ($ 762 Nbf. 2, S 656 Abi. 2); fe it aber
cechtswirkHam gegenüber dem Zeffionar einer verzährten Forderung
und einer Sorderung, die unter S 814 fällt (Forderung aus Fittlicher
Vilicht oder aus Anftandsrückficht). ,
- . Beifpiel: Der Portier A erklärt dem Baklonlte B, daß er feinen
Trinkgelderanfpruch auf feinen Nachfolger C übertrage bzw. er über
trägt beim Fortgehen feinen Trinkgelderaniprudh an CC, Der Saft ,
fan an C geben, ihm gegenüber auch anerfennen 1nd fo die urfpräng‘
[liche echte Naturalobligation dem C gegenüber erfüllen.
Soweit nicht S 399 entgegeniteht, fönnen au Forderungen aus gegen“
jeitigen Berträgen abgetreten werden; fjelbhiverftändlih aber kann De
Schuldner feine Einwendungen, inSbefjondere auch die Einrede des nicht“
zrfüllten Vertrags au gegenüber dem neuen Gläubiger geltend machen.
Val. Pland Bem. 4, e, ur. Wichr. 1902 Beil. S. 230. Auch die Einrede
des 8 321 {teht dem zur SE verpflidhteten Schuldner wegen Ber
ee Er Vermögensverbältniiie des bisherigen Oläubiger8 zu. NOS&
» Rehtshängigkeit der Forderung fchliekt ibre Aotretbarkeit nicht aus
(30. 88 265, 325); vol. Worbem. ,
, Die Abtretung ift auch keineswegs hefhränkt auf Forderungen aus Schuldverhälte
niffen; au Anfprüche aus dinglihen Rechten (SS 255, 870, 931), exbrechtlicht
Anfprüche, 3. B. der Erbichaftsanipruch (S 2018), der Pflichtteil8anfipruch S 2317) un
andere Nechte übertragbar. Val. 8 413 mit Bem.
Wegen Abtretung von. AuseinanderfeBungsaniprüchen vol. Brüdmanl
Arch. f. Bürger N. Bd. 28 S, 264 ff, Neumann Sahrb. 1907 S. 158,
Ein SeftftellungsSanfpruch ft nicht abtretbar. Urt. d. VL. Hamburg voM
27. CN und 25, April 1903, Nipr. d. OLG. Bd. 8 S. 46. Abtretbar ijt immer MU?
die einzelne De der einzelne Anfpruch bzw. eine Mehrheit einzelner Forderung®
in et e, nicht das ganze NMechtSverhältnis. ROES. Bd. 6 S. 377, Hd. 13 S. 11
al. Vorbem. ;
Die „Abtretung de3 Portefenille8“ ift ein Nebereinfommen, fraft defjen EI
Verficherer feinen ee era g Reffand ganz oder teilweife auf einen anderen Berficher
überträgt; c3 bezwedt jtet8 Zeifion von orderungen und Schuldübernahme, eventue!l
SErfülungsübernahme, bildet alfo nur die causa der Zeffionen, nicht diefje En Beifton
und Schuldübernahme Itehen untereinander in einem Wbhängigkeitsverbältniffe, das Redht
gefchäft ift fynallagmatijder Natur; erft wenn und foweit der eine Berfiderer zediert
übernimmt der andere die Schuld. N darüber CEhrenberg, ‚BZeitfchrift für die FM
ED EEE 1904 S. 24 ff, RNOE. vom 29. Dezember 1903 D. Kur.X. 1904
S, 361, ROSS. Bd. 56 S. 292,
8, Der Abtretungsbertrag Fit formlos, er ann fih durch bloße Fonkfludent®
Handlungen vollziehen. een de8 Abtretungswillens it zu hrüfen, ob, mag au
von einer Abtretung der Forderung BE tn Beteiligten nicht ausdrücklich die Kebe
gewefen fein, nicht ihr gejamteS Verhalten die übereinftimmende Abficht ergibt, daß Die
gorderung habe übertragen werden follen. NGE, in bad. Nipr. 1906 S, 244, NMeumonw-
Sahrb. 1907 S. 159. CA der UNebergabe eines Ci kallenbn0 val. DLG. Kolmar
vom 28. Juni 1901 in D. HZur.3. 1903 S, 348. Vol. ferner Bem. 3 zu 8'402. Natürlicd
it Blanfkoze{fion nur fOriftlich möglich; überhaupt wird Schriftlichteit die Regel bilden
und it zu empfehlen nad S 410. Für bobothekarifch aeficherte Korderungen |