Full text: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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IV. Ybijgnitt: Nebertragung der Forderung. - 
4. Die in 5402 dem bisherigen Gläubiger auferlegten Verpflichtungen Enüpfen. Sn 
en A al8 foldhe, nicht an den diefer zugrunde liegenden obligatori 
echtSgrund. 
w) Der Zebent hat dem Befftonar die zur A Aa der Sean 
nötige Auskunft zu erteilen. Nötig zur Geltendmachung einer oLderWTG 
it die Auskunft über alle redhtSerheblidhen Tatlachen, wie Aalen 
fonfreten Sale zur Geltendmachung in Betracht kommen. GHiezu Gin 
auch die Angabe von Beweismitteln gehören, die Widerleaung etwaiger 
yenNdungen uf. , u8: 
Der Zedent hat dem Beffionar die zum Beweife dienenden Urkunden 6 Ne 
zuliefern, foweit fie fich in feinem Befiße befinden. Zum Beweije Dient in 
Urkunden Da nicht nur der Sn fondern auch fonftige HB 
Beweis erheblidhe Urkunden, 3. B. Briefe, Telegramme 111m. Unter hen. 
im Sinne des 8 402 ift auch der fog. mittelbare Befib (S 868) zu verlte it 
Die Urkunden find auszuliefern, d. h. Zedent hat dem Heiftonar Un 
nur den BYefiß, fondern dasfelbe Mecht zu berfchaffen, melches er aM 
Urkunden Hatte. Planck Bem. 1, c zu 8 402. enn 
Teilabtretung: Beftritten ijt, worin die Auslieferungspflicht befteht, Dr 
nicht die ganze Forderung, fondern nur ein Teil derfelben übertragen WI 
mährend für die ganze Forderung nur eine Urkunde ausgeftellt ift. fen 
%) Blanc Bem. 1, £ will in diejem en bie ES des Beben 
dahin befchränken, daß er den Gläubiger zum Mitberechtigten oben 
die ee Da zur Neberlaffung des Befibes aber infoweit bel echte 
(allen, alS der neue Gläubiger fie zur Geltendmachun Ten Ye 
bedarf; {oweit diefe VorausjeBung nicht zutreffe, $ ge aus ie 
Semeinjchaftlichfeit des Nechtes an der Urkunde auch deren geM® 
)chaftlicher Beliß. 18 
Umgefehrt mil Schollmeyer Bem. 3 zu 8 402 und Rehbein Bem- ee 
a 85 398—413 auch in Diefem alle den BZedenten jchlechthin Er 
Auslieferung der Urkunde verpflichten, fofern derjelbe Fich nicht D 
:rag3mäßig etivaS andere8 vorbehalten hat. | «alle 
Nach der erften Auflage diefes Komm. CMayring) follte in diefent Ber? 
der neue @läubiger die Herausgabe der Urkunde nur gegen die Rn 
U na nach gemachten Gebrauche verlangen fönn 
Wach Dernburg 11 S. 369 bezieht fich die VBorfehrift des & 408 üb 
haupt nicht auf den Fall einer bloßen Teilabtretung; fie kann ER 
mehr überhaupt nur auf foldhe Urkunden gelten, an denen der Be nt 
nach der Wbtretung fein Interelje mehr hat. Der Beffionar Pte 
daher im Falle der bloßen Teilabtretung nur eine beglaubiß N. 
Abihrift der Urkunde verlangen, und zwar auf feine Koll für 
Der Dernburgfchen Anficht (d) 8 m. €. der Vorzug zu geben. DO 
En die Analogie des $ 443 Saß 2, deffen ratio auch hier zuteil 
ebenfo auch ihre praktifdhe Zwecdmäßigkeit und die Billigkeit. 
2. Die Beftimmung findet nach 8 412 au Anwendung auf die Nebertragung 
fraft GejfeBes und ulolee $ 836 bl. 3 ZBDO. auch auf die gerichtlih uDe 
mwiefene Forderung, vi 
3. Selbftverftändlich liefert die Aushändigung der Schuldurkunde allein no Ki) 
Beweis für die Abtretung der Forderung. Val. ROE. vom 15. April 1904 in Sur. WI 
Bd. 33 (1904) S. 337 Nr. 3. Val. Bem. 3 N $ 398. orten 
‚ Wegen des Anfpruchs nr Herausgabe des in der Hand eines Drios 
gefindliden Schuldicheins nal. S 952, ROEC, Bd. 54 ES. 111, Sur. Wichr. 
Heil 55 
3) 
A 
8 4103. 
. Der bisherige Släubiger Hat dem neuen Gläubiger auf Verlangen ein® 
öffentlich beglaubigte Urkunde über die Abtretung auszuftellen, Die Koften hat 
der neue Gläubiger zu tragen und vorzufdhießen. 
& I, 301; II, 346 Sag 2; MI, 397, 
1. Beurkundung der Abtretung zweds Legitimation des Erwerber8. Die 
in 8 403 jtatuierte weitere Berbpflichtung bezwect, d Läubi jonar) den 
Nachwei8 feiner Nktivlegitimation zu Kemah lee en Sl ubiger_(Beffiong Beliß
	        
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