Full text: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

88 402—404. 
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tr für die Forderun isSexhebli S i iefen; 
x ) g jeloft beweiserheblidhen Urkunden (S 402) noch nicht ermiefen; auch 
Kg deige des Gläubigers an den Schuldner von der Beffion beweift noch nicht die 
; 409 Ge emation, 5. O9. die tatfüchlihH gefdhehene Nebertraagung, hat vielmehr nur die in 
egrenzte NMechtSwirkung, d. bh. 
a} der Schuldner Lann auf Grund einer folchen Anal ar denjenigen leiften, 
der in diefer Anzeige als neuer Gläubiger anzufjehen tt; überhaupt muß 
der Gläubiger dem Schuldner gegenüber die angezeigte Abtretung gegen {ih 
gelten lafien, au wenn fie nicht erfolgt oder nicht wirfjam :ijft ® 409); 
wenn die ne fchriftlich erfolgt it, Kann der Schuldner bei der Leitung 
an den neuen Gläubiger nicht die AuZhHändigung einer Urkunde über die 
Abtretung bzw. nicht die Borlegung einer foldjen bei einer Kündigung oder 
Mahnung EEE , 
Noch geringere Wirkung hat die Anzeige durch den BZefiionar felbft. Diele 
{ft nur geeignet, Den guten Glauben des Schuldners zu befeitigen und den 
Zeffionar gegen unberechtigte Verfügungen des Zedenten im Berhältnis zum 
Schuldner zu fichern. ; 
Sn allen Fällen, fowobhl bei Anzeige durch den BZedenten wie durch den 
Beiftunar ijit alfo Schuldner wenigjftenz beredhtigt, den Nacdhweiß der 
Aktivlegitimation vom Beiltonar, d. h. den vollen Beweis der ge[dhehenen 
Motretung zu verlangen, e8 fer denn, daß im einzelnen Zalle in diefem 
Berlangen eine Schilane Kegen würde (S& 226). AUu3 diefem Orunde pi 
3 403 dem neuen Släubiger das VO die Ausftellung einer öffentlich 
Mn Urkunde vom bisherigen Gläubiger über die Moiretung 
zu verlangen, 
Die N Bepkubtunag de8 Bedenten {ft bedingt durch ausdrüclihes Berlangen 
des Beftionars. It Keine Öffentliche Urkunde über die Wotretung auzgeftellt, 
iD haftet der Zebdent nicht etwa Fir den Schaden, der dem Zeffionar 2 m 
ziner folden Urkunde bis zu dem Zeitpunkte erwächft, in dem er diefeS Ber: 
(angen geftellt hat und Zedent mit der Ausftellung in Berzug gefommen 
it. Das Verlangen kann zu jeder Beit, auch nach der Seiiton, ee 
verden. Der Anipruch erlifjht, menn die abgetretene Forderung er pichen 
ft, eventuell mit der gewöhnlichen Anfpruchsverjährung S 195). , 
Der Anfpruch des BeittonarS aus 8 403 beruht lediglich auf dem BZeffionS- 
gertrag, nicht auf der diejern zugrunde liegenden obligatorifchen causa, 
Der Anfprudh it bedingt durch Koljtenvorfhuß fTeitensS des neuen 
Släubigers (BZefitonar8), val. Bem. 2, 
die 3, Ueber den Begriff der ffentlidh beglaubigten Urkunde f. 8 129, über 
Buftändigfkeit Zur öffentlichen Beglaubigung }. die Bem, 2 und 3 zu Art. 141 €®. 
el 3. Der neue Gläubiger hat die Kojten borzufdhiehen. Cr kann alfo nicht Aus- 
dorle Bug um Bug gegen Bezahlung der Koften verlangen, muß vielmehr feinerfeit® 
eiften, Jofern nicht ein anderes vereinbart ift. , 
Beat Der bisherige Gläubiger kommt nicht in Verzug, folange die RAoften der öffentlichen 
aubigung ihn nicht vorgefchoflen find (vol. Bem. 1, c) e8 jei denn, daß über die 
sung der Koften etwas anderes vereinbart war, 
wen 4. Die Vorfhrift des 8 403 findet gemäß S 412 auch entiprechende Anwendung, 
In et die Nebertragung unmittelbar fraft GefeBeS erfolgt ift. Die Urkunde muß die 
den t EN de8 bisherigen Gläubiger8 enthalten, daß feine Forderung Kraft Gefeßes auf 
Neuen Gläubiger übergegangen ijt. Val. M. 11, 128. , 
ol Bei der WE a durch geridhtlidhe Anordnung bedarf e8 einer 
efchfn Urkunde nicht, weil hier der neue Oläubiger jhon durch den Neberweifungs- 
uß lenitimiert ft. 
}) 
8 404.*) 
Der Schuldner fan dem neuen Gläubiger die Einwendungen entgegen 
Ben, die zur Zeit der Abtretung der Forderung gegen den bisherigen Gläubiger 
"gründet waren. 
&. 1, 302; IL 347; Il, 898. 
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