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VII. WbfOnitt: Einzelne Schuldverhältnifje.
einzelnen Schuldverhältniffen“ (7. auch M, II, 321). Dieje Bermehrungsfähigkeit
ift freilid nit fdOranfen1o8 (vgl. die gelegentliche Bem. in M. IL, 320).
Sachlidhe Grenzen find darin namentlich im allgemeinen gezogen durd BOB.
8$ 134, 188 mit ihren Vorfhriften zur Wahrung der guten Sitten und
über gejeßligde Berbhote.
Zur Ergänzung de8 rechtligen Inhalt8 und zur näheren redgtlidhen
Beurteilung fönnen die allgemeinen gejeßligen Vorjhriften {owie
auch verwandte Borfchriften in analoger Anwendung Herangezogen werden,
vgl. Dertmann VBorbem. S. 2 und 3, Goldmann-Lilienthal S. 467.
Im übrigen {ft zu beadten, daß auch die im BGB. nicht befonder8 geregelten
Schuldverhältnifie, die {og. unbenannten Verträge, Logify=[yjtematiid
auf gleider Nechtsjtufe mit den benannten Verträgen ftehen und daß daher
legteren feinerlei Borrang oder Vorteil vor erjteren eingeräumt werden
darf, vgl. Meidel, Die Schuldmitübernahme S, VII (Vorwort).
Ueber die befirittene Frage, ob e8 im geltenden Privatrecht einen befonderS
gearteten Garantiebertrag gibt, vgl. Bem. 4 zu 8 306, Mot. IT, 658, Windidheid-
Ripp, Band. Bd. 2 S. 817 {f., Eojad I 8 159, II, Pland VBorbem. III, 2 vor
S 765, Dertmann Bem. 2, A zu 8 676, Dernhburg 8 292, Crome 8 300, Gold:
mann: Silienthal S. 811 Anm. 2, Stammler, Arch. f. d. zivilift. Praxis Bd. 69
S. 1 f., Müller und RegelSberger in Iherings Yahrb. Bd. 48 S. 201 fi., ROE.
Gb. 61 S. 157, Recht 1907 S, 814, Fur. Wichr. 1903 Beil. S. 141, 1907
S. 174, 1908 S, 676, Wienjtein, Garantievertrag nach geltenbem Brivatrecht,
Arch. f. bürgerl. N. Bd. 31 S, 1 ff, Schneider, Bayr. 3. f. RN. 1909 S. 2 ff.
Ein fjelbjtändbiger Garantievertrag wird jeweil8 dann angenoMMeN
werden fönnen,. wenn für einen. beftimmten. ErFetg-eingeftandent Wir
(vgl. insbej. ROSE, Bd. 61 S. 157, 160 und Recht 1905 Nr. 652) oder aber
au eine beitimmte SchadenZgefahr übernommen wird (vgl. NOS. Dom
24. September 1906, Gruchot3 Beitr. Bd, 51 S. 595). Bejonder& zu, beachten
Sfeibt die Abgrenzung gegenüber der Bürgfhaft, die im Berkehräleben nidt
jelten mit einem ®arantiebertrag verwedhjelt wird (mie aud) umgefehrt mandımal
ein wirklicher Garantievertrag fi fäljhlih als Bürgichaft ausgibt), € fommt
hierbei immer auf den näheren Inhalt der Verpfligtung an. Die Garantie“
leiftung für die BaHlungsSfähigkeit eines Schuldner8 bleibt aber ftet$
Bürgihaftsvertrag. Baal. hiezu RGE. vom 26. Oktober 1908 hei Warneyer
Erg.-Bd. 1909 Nr. 87 S, 81, RGE. vom 29, Oktober 1909 in Kur. Wir. 1909
S. 722 Nr. 13, 1910 S. 231 Nr. 8, L3. 1910 S. 80; ferner Meichel, Die
Schuldmitlibernahme S. 306, 307 und die Borbem. 6, b vor 8 765.
Wegen der Garantieübernahme beim Kaufe vgl. Bem. IV, 13 zu $ 459.
Ueber das Verhältnis einer Garantiefrift zur Frift de8 8477 val
Bent. 3, a, d zu 8 477.
Eine weitere Streitfrage geht dahin, ob fog. Gefülligfeitsverträge al3 eine
Sonderart von Verträgen anzunehmen find (vgl. hiezu v. Blume, Recht 1908
S. 649 ff, Krüdmann in Ihering3 SJahrb. Bd. 54 S. 107 ff. und Bl f. AU.
Bd. 74 S, 113 fi. Der verneinende Standpunkt Krüdmanns, der dafürhält,
daß in diejem Rahmen mit den allgemeinen Bertragstypen, mie Auftrag, Leibe,
Berwahrung, Sohenkung und deren Mijgung, auszulommen fjei, dürfte ZU
billigen fein. Vgl. au Borbem. IM vor 8 305, ferner Mein, Anzeigepfliht
im Sohuldregt S. 104 ff. und in Bl. f. RA. Bd. 74 S, 26 unter d. Val.
au GHöniger, Unterfudungen zum Problem der gemiichten Verträge Bd. 1
S, 332 ff. (f. unten Biff. 5).
3, Auch innerhalb des Sonderbereihs der einzelnen VertragStypen gilt
der Grundiag der Bertragsireiheit der Beteiligten, joweit nicht die Eigenfhaft einer GefeßeS-
Ay