Full text: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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VIL Abfhnitt: Einzelne Schuldverhältniffe. 
ohnehin einen TEL Ol oder eine Marke aus dem Negilirieh 
abparat, die eventuell alS Beweismittel dienen können (die herrichende 
Meinung ift freilich für eine Verichiebung der Beweislatt beim San 
fauf, wenn auch mit ehr verfchiedener Begründung: fo Staub ! 
nm, 37 vor 8 373 Ce ba derjenige, der hier eine Ubweichung 
von dem allgemeinen Erfahrungsjahe Ole Barzahlung be 
auch für Ddiefe befondere Ausnahme beweispflichtig erfdheinen mil ee 
Crome Bid. II S, 400 fagt, wer einen Handkauf alg Beklagter C 
Haupte, Et daß feine Näuferpflichten überhaupt erftanden, Tell 
folalich mühe der Kläger das Entitehen jener Vilihten d. dot 
obligatorifche Kaufgefchäft beweijen; ähnlich Dietrich in Orudor 
Beitr. Bd. 48 S. 219 ff: der Deflangte, der die Vornahme en 
Handgefhäfts einwende, leugne, ein aufverfprechen Mer n 
haben, worin ein Beltreiten des Klagefundaments liege; Eier 
Dorbem, 2 vor S 433 will hier unterficheiden zwifchen folden SC fc 
des Handkauf8, in denen, wie beim täglichen Ladenkaufe, dem MNustan % 
eine obligatorifche Bindung vorangeht, und jenen, in welchen SD 
obligatori]jdhe Vereinbarung erft durch den Austaufch FeilLfchweigen” 
erfolgt; f. ferner Dernburg Bd. 1, 2 8 167, II, Endemann BD. 1 
S. 329 ff., 1018 ff, Stößel, Schulung f. d. zoilijt. Lroxis u. 
S, 147, 164 ff.; wie hier aber Dertmann orbem. 1, a vor S 1 
f. ferner Cojacd Bd. 1 S. 455, Ennecceru8-Iaeger Bd. 1 8 324 
and King im Arch. f. bürgerl. N. Bd. 1 S. 208). “ 
Ueber die Beweistrage hei Horderung des angemeffenen Kaul- 
vreifes |. oben Bem. VI, d. te 
Ueber die Verteilung der DBeweislaft, menn der auf Bahlung verlag 
Käufer die Abredung einer Stundung behauptet, j. ROSE. Bd. Mn 
S. 305. (Wenn Stundung bei Abjhluß des Kaufvertrags verfproden 
worden fein joll, {o bildet diefe ES ein Seugnen Men 
Klagegrundes, Kläger muß foldhenfall® das Nichtgefhehene °% 
Haupfen und beweifen; anders, wenn die Stundung nachträgli 
vereinbart worden fein foll.) 
%) Ueber VBollmachtsüberfhreitung und unrichtige Uebermittlung A 
Erklärungen beim Kauf auf Borg val. Sofef in @ruchot, Beitr. Bd. 1 
©. 273 ff. und Egon Groß, Kauf und erfauf auf Borg durch einen ZUM 
DBarabichluß Bevollmächtigten und Verwandtes (Leipzig 1909). 5 
Der Kaufpreis kann nicht verlangt werden, wenn der verkaufte Gegenitan® 
no vor der Nebergabe infolge einer gegen den Verkäufer vorgenommene 
BwangsSvollitrechung zwangSmweife beriteigert morbden it (DLG. Dresden 
1üchf. Yrch. 1907 S, 62). 
Ueber die Auslegung der Yertragsbeftinmung, wonach bei eintretende! 
Mißernte der Käufer den Kaufpreis entfpredhend fürzen dürfe, 1. MIVL- 
5. OLG. (Dresden) Bd. 13 S. 405. 2 
2. AS eine befondere Se ar tuna des KüäuferS, welche fich aber nat 
gemäß nur auf den Fall des Kaufes8 einer ache bezieht, bezeichnet Abi. 2 S 7 
die Pflicht der Abnahme des Kaufsgegenftands. (Val. biezu insbefonders Laband, Zu 
f. d. 3zwwilift. Praxis Bd. 74 S. 304 M. und Sehnann, „Die Bedeutung der Ausdrücke 
‚Aonahme‘ [Empfangnahme] n. d. BOB. und 563.“ in D. Sur.3. 1902 S. 491 fr 
jowie €. Jacobi in Shering8 Sabhrb. Bb. 45 S, 259 ff, „Die Abnahmepflicht des KäuferS , 
jener ROT. Bd. 53 S. 161. und Bd. 57 S. 105 Wf., Striebinger, Der Begriff Der 
Abnahme bei Kauf und YWerkvertrag, München 1906, Siber, Kechtszwang S. 42 ff., en 
Ieichsgericht, Nedt 1903 S, 290, Yur. Wichr. 1904 S. 58, 171, KOC. Yd 55 S VOM 
Bd. 566, 178, Bd. 57 S, 108, DUO. Srankfurt, Recht 1903 S. 263, Breslau dafel0f 
1904 ©, 45, Senle, Kauf= und Werkvertran S. 94 ff, Iipr. d. DL®G, [Braunihweig 
Bd. 7 S. 282 (Auflaflung), Hohenitein, Oruchot, Beitr. Bd, 48 S, 711 F. und im Uro- 
T. bürgerl. KR. Bd. 25 S. 72 ff, Öberlostamp, ANbnahmepflicht nach dem BGB., Leipzig 1905 
Dertmann, Sachmöängel und Aonahmepflicht, Recht 1909 S. 618 ff. 8 
a) Der Begriff „Abnahme“ ift bier gegenftändlid zu verfteben, d. b. 6 
ift damit der tatfäcdhliche, der U fieferung ent/predhende it der Fort“ 
nabme des Öutes (aulerre) Angak um den Verkäufer von dem 
Sute zu entlaften. (Daß aber der Mäufer immer felbft die tatfächliche Vers 
fügungSgewalt auf fih zu nehmen hat, erfcheint im Brinzipe nicht mejentlich, 
denn der Käufer Kann auch auf anderen Wege al8 durch Selbitübernabme 
den Verkäufer von dem Vefibe der Eachen befreien; nur der lektere Ete 
4)
	        
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