Full text: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

I. Abidhnitt: Inhalt der Sohuldverhältniffe. 
daß aber Borteile, die auf einem anderen als dem jhHadenftiftenden Ereignis 
beruhen, 3. DB. auf einem Verfigerungsvertrage, nicht anzurechnen find. 
Bu beachten ift, daß die Borteilsau8gleidhung auch da zuzaulaffen ift, wo der 
Schaden durch Naturalheritelung (& 249) erjeßt wird. Daher Vorteil au 3 = 
glei ung, nidt bloß Anredhnung d. 5. bloß Kombenfation. Val. Dertmann, 
A. der Schuldverh. 2. Aufl. S. 31. 
Val. im Ubrigen die Bemerkungen zu S 255, ferner au8 der Nechtjpredhung: RGES. 
Bd. 10 S, 50 (auf die einer Witwe nach dem UnfalbverfiderungsSgejeß wegen des Todes ihres 
Manne3 zu gewährende Entjdhädigung {ft nicht anzurechnen die Witwenbhenfion, die fie auf 
Srund einer Verjidherung infolge des Todes ihHre3 Mannes erhält), RGS, Bd. 15 S. 114 
(die gefegliden Witwen= und Waifengelder find auf die auf Grund des Haftbflidhtgefeßes 
ivegen eines Todesfalls zu gewährende Ent{häbigung anzurechnen), ROGE, Bd. 17 S. 45 
(Anrednung gejeßlich zuftehender Penfion gegenüber einen im VBetrieh der Eijenbahn 
‘örperlich befhäbigten Beamten), RGE. Bd, 40 S. 172 (Ausgleichung eine8 dur Verzug 
»rwachfenen Schaden mit dem anderfeitZ durch diefen Verzug erwachjenen Vorteil), RGE. 
Bd. 54 S. 137 (die Gefamtlage i{jt zu berückfichtigen, die befonderen Grundfäge über Yufz 
sehnung und Nücbehaktung kommen nicht zur Anwendung); vgl. ferner NGE. Bd. 35 Nr. 15, 
Senf. Arch. Bd. 15 Ver. 210, Arch. f. brakt. Rechtswifjfenfhaft Bd. 4 S, 209 (Darnmitadt), 
Senff. Arch. Bd. 43 Nr. 269 S. 405, Bd. 47 Nr. 14, RGE, Bir. 55 S. 73, 74. ROTE. vom 
7. Dezember 1907 im „Recht“ Bd. 12 Nr. 462, (Veränderung der Straßenanlage) RGE. in 
Zur. Wichr. 1908 S, 913 Ziff. 8, D. Yur.Z. 1908 (1402), Recht 1908 IT Ziff, 699 (Kdentität 
de3 [Mäbdigenden und vorteilbringenden Ereignifjes) NGE, Bd. 65 S, 57, Jur. Wichr. 1907 
S, 133 Biff. 12, D. Iur.3. 1907 S. 359. Val, vor allem auH RGE. in Fur. Wir. 1909 
3, 455 3iff. 8 (Beweis8laft). 
8, Beweis des Kaufalzufammenhangs. An {ih Hat der Bejhädigte nit nur die zum 
Erjaß verpflidhtenden Tatfadhen, den Eintritt und Umfang des Schaden8, jondern auch 
den urfächligen Zulammenhang zu beweifen. Hierfür genügt aber der Nachweis, daß der 
Schaden ohne die zum Erjag verpflihtende Tatfacdhe nicht eingetreten müäre, „Daß diefe 
Tatjaße gleihwohl ihrer allgemeinen Natur nach für die Entjtehung eines julden Schadens 
zanz indifferent und nur infolge ganz ungewöhnlicher Umftände zu einer EntiteHung de8 
Schaden3 geworden fei, Hat der Gegner zu behaupten und zu bemweijen (jofern es fig nicht 
aus gerichtäkundigen Örundfäken ergibt),“ Ennecceru8, Bürgerl. N. II S. 594, NGE. Bd. 10 
5. 80, Bd. 42 S. 291 ff.; a. M. Träger, KaujalzujammenhHang S. 241. Da ferner die 
Forderung eineS eraften BeweifeS die Begründung einer Schadenzerfaßklage in den meiften 
Fällen praktiid unmöglig maden würde (vgl. Lehmann, Der Notftand der Schädensprozefie 
1869), fo it nad 8 287 3RO. in Zweifel8fälen unter Würdigung aller Umftände nach 
freier Neberzeugung feftzuftelen, nicht nur, mie hod) {ih der Schaden oder ein zu 
zrjegenbe3 Intereffe belaufe, fondern au ob ein Schaden entjtanden jei, alfo au der 
KaufalzufammenhHang. Val. u. a. ROE. vom 13. Januar 1908 in ur. Wichr. 1908 
5.197 ($0de WahHr{heinlichteit für den urfächligHen Zufammenhang von Krankheitser]heinungen 
mit einem Anfall). Vgl. ferner RGE. vom 21. Mat 1908 in Warneyer8 Jahrb. 1908 I (Nipr. 
5. NeihsSger,) Nr. 577. Dafür, daß zu den Hier zu mwürdigenden Umftänden auch der Grad 
be3 Berfchuldens gehört, vgl. Kuhlenbek, Bon den and. z. BGB. Bd. II S. 196 ff, 
Kümelin, Archiv f. d. zivilijt. Praxis Bd. 90 S. 291 ff, ROSE. Bd. 10 Nr. 41 S. 140. 
Bei Uebertretung einer Schußvorfjdhrift Hat der Beklagte den Gegenbewei3 zu fülhren, 
daß der Schaden auch bei deren Beachtung eingetreten fein mürde. RRE. Bd. 25 Nr. 18 
S. 74 ff. Val. ferner RGE. vom 2. Oktober 1903 Kur. Wichr. 1903 S. 384, Eoerael, 
Nechtinpr. 1903 S 46 
3) 
; 8 249.*) 
Wer zum Schadbenserfaße verpflichtet ft, hat den Zuftand Herzuftellen, der 
bejtehen würde, wenn der zum Erfaße verpflihtende Umftand nicht eingetreten 
*) Literatur: Bal. die Literaturanaaben zu Norhem. S. 36. 40.
	        
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