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VIL Uöihnitt: Einzelne Schuldverhältnifhe.
unterliegen fönnen, nicht aber Gegenanfiprücdhe des VerkäuferS,
welche erft infolge der Geltendmachung des Käuferijchen AnfpruchS in Hrage
Iommen, wie 3. 3. bei der Wandelung der au3 der Bollziehung derfelben
ent{pringende Unfpruch des Verkäufers auf Rückgabe der mangelhaften Sache,
Musgefehloffen ift dur Sefebesvorfchrift die im Interelfe des Berkänfers
gelegene furze Verjährung des S 477 dann, wenn der Verkäufer
den Mangel der Sache argaliitig verfdhwiegen hat. Val. hierüber
inSbefondere Ben. 3, a, £ zu S 460, Bem. 5 zu 8463 und auch _$ 433 m
Bem. VIN, B, g und Bem. 2, a zu 8439, ferner ROSE. Bd. 55 S, 215 zur
Bo. 60 S. 300, Recht 1906 S. 943 und 1077, 1907 Nr. 2003, 1909 Nr. ee
243, @B3. Bd. 1 S. 589, HoldheimsMSchr. Bd. 15 S 275, Zu beachten U
daß im Falle des & 477 das Erfordernis der araliftigen Verfchweigung wenige!
bedeutet al3 das Erfordernis der argliftigen Zäufdhung im Sinne des 8123;
e8 KH inSbef. nicht erforderlich, daß die araliftige EHE en de
die Willensbeftimmung des Käufers beim Abihluß des Gefchäfts beitinmen
mar, vgl. RÖE, in HoldheimsMSchr. 1906 S. 602. Ein grobfahrläffiger
Veritoß „gegen Treu und Glauben reicht nicht aus zur Annahme eines 019“
a er/Oweigen8; der AÄraliftige muß willen oder wenigfjtenS mit Der
Möglichkeit rechnen, daß der andere nicht weiß, val. ROSE. Bd. 62 S. 300 fi
Sur. Wichr. 1906 S. 943. Das Vorhandenfein der Borausjeßung Hiefür „Dt
der Käufer zu beweifen. Sn Ddiefem Falle tritt die regelmäßig!
dreißigiährige Verjährung S 195) für alle drei Änjprüche ein, allo
au binfichtliH des SchadenSerfabanipruchs aus 8 463 wegen
argliftigen Verfchweigens eines Fehlers (vol. ROEC. Bd. 66 S. 86 ff).
Die Verjährung einer fonijtigen hetrüglidhen Handlung G. DB. be
trüglihe Voripiegelung einer nicht vorhandenen Eigenichaft) fallt, fomweit
eine unerlaubte N anolung (88 8923 ff.) gesehen it, unter 8 8592, 1. auch 8 853
und val. weiter Dem. VI zu S$ 1923 in Bd. I, fowie Vem. 7 und 8, c zu 8 252.
_ Die Recht{prechung des Reichsgerichts dagegen fHellt Jolches Handeln
auch mit unter S 463, «vgl. Bem. 3, c und 8, b, y zu 8 463. Die Rechts
fonfequenz müßte dann auch hiefür die dreißigjährige Verjährung erfordern
Da e8 fih hier nicht um eine räklukivfrift, Jondern um eine Verjährung
handelt, fo findet auch feine Prüfung der Verjährung von Amt3 megen
itatt, vgl. $ 222.
Wenn der Sewöhrleiftungsanfipruch bereit3 recdht3kräftig feftgeftell!
üt, fo fann die Iurze Verjährung nicht mehr in Betracht kommen
S 218 BOB.)
Dinfichtlich des RaufeS einer nur der Gattung nach beitimmten Sache vgl.
die Dem. IN, 2 zu $ 480. . ,
Das ReichsSgeridht unterwirft durh Analogiefhluß aus praktifchen
Gründen mit Recht diefer kurzen Verjährung auch den auf $ 276 geftüßten
allgemeinen Scohadenserfakanfprucd wegen {Auldödhaft mangelhafter Er“
ber davon ausgehend, daß die für die Einführung der kurzen Verjährung
des 8 477 maßgebenden Gründe (vgl. oben Bem. 1 a. A.) au für den auf Ber“
iOulden begründeten Schhadenserfaßanfpruch in gleichem Maße zutreffen, wenn
und joweit er auf die Yieferung einer mangelhaften Sache geftüßt
wird (f. Borbem. 5, € vor S 459, ROES. Bd. 53 S. 200 und Bd. 56 S, 166 MN.
Staub in Ann. 133 zu 8 377 U 8, Yufl. [dagegen 6./7. Nufl.], Ripr. D-
DLSG. [Pofen] Bd. 8 S. 68, CB. Bd. 1 S. 429, Recht 1907 Nr. 1143 aber
auch Kecht 1908 Ver. 2649 und 2919 [Matserteilung eines Bankier8?), U
itimmend ferner Leonhard, BVerfchulden beim Vertragsfichlufle S. 67 M.)-
Bol. dagegen jedoch Staub in D. Kur.3. 1903 S. 389, Sur. Wir. 1903
S. 151, Müller in D. Iur.3. 1906 S. 703, fowie Schulbße im Arch. 1
bürgerl. 9. Bd. 30 S. 117 ff. und Bd. 31 S. 225, Blume, Kherings Sahrb.
Bb. 55 S. 209 ff, auch Arüdmann, Arch. f. d. zivilift. Praxis Bd. 101 S. 231.
Yu der Ub1. 3 at hierauf Anwendung zu finden in Konfeaguenz
Der yeihögerichtlichen Yuffahlung, vol. OLG. Bamberg, Bl. f. RAU. Bd. 75
Eine SchadenserfakbHNage wegen Lieferung einer anderen (aliud, eine andere
rt aber ift noch nicht ein aliud, vol. ROT, in D. Kur.3. 1906 S. 146)
als der beftellten Ware et nicht der Ba N UN vol. Senff-
Yrch. Bd. 58 Nr. 72 (= RKipr. d. VLG. Bd. 8 S. 70), DLSG. Braunfchweig
echt 1910 Nr. 1360; a. M, RGE, in GoldheimsMSchr. Bd. 14 S. 24 und
526. Hambura in Ecuit, Arch. Bd. 60 S. 194.
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