1. Titel: Kauf. Taujdh. S 478,
679
3, 33 ff. OD Lehrb. S. 254, DVertmann Bem. 1 zu S$ 478, Schröder
za. ©. S, 76, Ikappaport, Einreden au dem fremden NRechtsverhältnis
S, 31 ff., Schaper a. a. OD. , ,
, Verfihieden von der en aufgeworfenen Frage ift jene, ob durch
die Eee, eines Teile der Kaufpretsforderung infolge der WandelungsS-
zinrede Dem Käufer ein Jelbftändiger Antpruch auf Nücdzahlıung feiner
Anzahlung erwachten ift, vgl. Bierüber Bem. I, 2, g, & zu $ 465.
Val. auch Ritter a. a. D., fowie DLG. Marienwerder in Seuff. Arch. Bd. 62
Nr. 7: Geht das Wandelungsrecht aus S 478 verloren, wenn Käufer nach
A a des Mechtes aus & 477 den Kaufgegenitand nach SS 383, 384 BOS.
nerkfau
Aus der Nechtfprechung vgl. ferner NGE, Bd. 71 S. 12: Kann auf Gerab-
jeßung einer N ONPOIBEICHEUNTSRKEN, die für einen Rechtfaufpreis auf
dem verkauften ©rundjtücke bewilligt wurde, mit Erfolg geklagt werden,
wenn der an PR begründete Unfpruch auf Minderung nach & 477 den
ift, der Verkäuter (iO aber durch AWnzeige des Mangels, RE defjen
gemindert werden foll, an den Verkänfer vor Ablauf der VBerjä rungSfrift
ie Ginrede der Minderung gegenüber dem Kaufpreisanfpruche gemäß
3 478 gewahrt Hat? Gejahend im Hinblie auf $ 1169).
Ab des Bürgen val. Bem. 3 zu $ 770 umd die dort erwähnte
Ziteratur und Praxis.
O0. Borausfegungen der Fortdauer der Einrede.
„A. Sür die unbegrenzte Fortdouer beltehen nadh S 478 Abf. 2 zum Nachteile des
Verkäufers Leine befonderen weiteren BorausfehHungen im dem a. wenn
der Verkäufer den Mangel argliftig verfdwiegen hat val. hierüber Dem. 3, a, ß
jur 8 460, Bem. 5 zu 8 463 und auch S 443 mit Bem., Jowie & 476, ferner NOS. Bd. 55
S. 215, Sur. Widhr. 1906 S. 86).
2, Liegt ein folder Fall nmidht vor, fo tritt gemäß Nbf. 1 S 478 die er ehun
m nur dann ein, wenn der Käufer vor Bollendung der Serjährung
Nimeder:
a) dem Verkänfer den Mangel angezeigt oder au nur die Anzeige an
ibn abgefendet hat, oder ,
b) gerichtlidie Bemweisanfnahme zur Sidherung des Bemweifes
beantragt hat, oder
©) in einem zwijden ihr und einem fpäteren Erwerber der Sache anhängigen
Rechtöäftreite dem Verkäufer den Streit verkündet hat.
Bu a: «) Unter einer „Anzeige“ in diefem Sinne fann aber nur eine Joldhe
Mitteilung verftanden werden, aus der für den Empfänger Har hervor-
zeht, daß fich der Käufer feine Mechte wegen der Mängel des aufs
Er gegenüber dem Verkäufer vorbehalte, daß alfo der
Käufer aus den Mängeln der Rauffadhe Nedhte für fidh
Gerleitenoder doch vorbehalten molle. ANgemeinere Redens-
arten oder ganz allgemein gehaltene Möngelbezeinungen fönnen hier
unmöglich genügen; im diefer Hinficht bleibt die zu Urt. 349 Ubi. 3
und Art. 347 des alten HOB. ergangene Yudikatur noch verwertbar
“vgl. insbe], NOHSG. Bd. 5 S. 261, Bd. 10 S. 270, Bd, 7 S. 41, Bd. 14
De 68, ROSE. in Sur. Wicdhr. 1897 S, 193, 1898 S. 646 Ir. 18);
j. Dernburg im „KRecht“ 1903 S, 137 ff, Towie ROT, Bd. 54 S. 67 ff;
gl. ferner über Sinzelfragen Kein, Anzeigepflicht im Schuldrecht,
A im „Hecht“ 1907 S. 45.
6 die Mitteilung mündlich (auch mittel8 Zernfprecher8) oder
auf fGhriftlidem Wege gefchab, ijft gleichgültig, fofern die Anzeige
aur den vorberührten Inhalt hatte, val. Dernburg a. 0. OD. (Dies
»rgibt fid- aus dem allgemeinen Begriffe der Anzeige, der nicht not-
vendig Schriftlihkeit verlangt, mie insbefondere au) aus den
ee Normen [val. z. B. 8 377 HGB. und Stanb hiezu in
Anm. .
_ Die Anzeige ift im übrigen nicht bloß eine tatfächlidhe Mitteilung,
ondern aud) eine (allerdings nicht empfang3bedürftige)
Willenserklärung, übereinjtimmend ne in Bem. 3, a, « zu
3478, Dernburg Bd. I 8 198 Note 11; a. M. Kipp, Rechtswahrnehmung
ınd Reurecht, Seftaabe für Koch S. 115, der fie für einen bloßen
atfächlichen Ölft erachtet, val. auch Dertmann in Bem. 2 zu S 478,
Ditelmanıt, Orundrik 1 S. 95 und Wein a. a. D.). Geht fie von einem
n