1. Titel: Kauf. Zaufh. $ 494.
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geringfügigen Wbmweichung it nach SS 242, 133, 157 BOB. zu beurteilen;
val. hierüber ROEC. Bd. 20 S, 32, 37, 3b 29 S, 86, Sur. Wicdhr. 1899 S. 101,
Kipr. d. DL®G. an e Bd. 3 S. 206, ROSE, Bd. 47 S. 129, Bd. 49 S. 135,
136, Seuff. Arch. Bd. 57 Nr. 5, NOS. im „Recht“ 1903 S. 17 und in 3. Bd. 2
3. 227, ROGE. in Holdheimat Schr. 1908 S. 85, Warneyer, ern 1908
Nr. 140 und weitere Einzelheiten bei Staub in Anm. 6 des Erkurfes zu
8 382 H@®B., fowie bei Düringev-Hachenburg (1. Aufl.) Bd. 3 S. 183,
Sind in La hergeftellte, abnorm billige Waren
verkauft, fo fanıt die Lieferung einzelner fehlerhafter Stücke nicht eine
Beanftandung der ganzen Lieferung rechtfertigen, f. Rıpr. D. HLSG, (Ham-Burg)
Bd. 3 S. 206 und auch Yur. Wicdhr. 1899 S. 101.
Ueber ein Nusfallmufter, auf ®rund bejonderen nachträgligen Wunfches
be8 Räufer8 überfandt, val. ROGE. Bd. 47 S. 129.
5. Beweisiait. ,
_ Diefe richtet Hich mangels befonderer Gejegesvorfdhriften hierüber nach den al1gemeinen
Kegeln. , ,
a) Daß ein Kauf na Probe, alfo mit der gefeßlidh angenommenen Bus
Sicherung abgefchloffen worden oder daß Die Vertragserfüllung probemäßig
erfolgt AM Dat zu beweifen, wer {ich darauf beruft und aus diefer Jeiner
Behauptung Rechte ableitet, alfo in a der Käufer, in
[eßterer MA der Verkäufer. Neber diejen Orundfaß befteht im
allgemeinen Uebereinftimmung. (Vol. Dertimann Bem, 4 zu 8 494 und
auch Entich. d. ROHSG. Bd. 2 S. 179 und S. 418, Bd. 6 S. 337, Mb. 12S. 7ff.;
Nofenberg im Archiv f. d. zivilijt. Wraris Bd. 94 S. 81.)
In Sinzelbeiten aber beftehen, wie früher, audh jest MeinungsSver-“Diedenheiten,
x) Die neuere Lehre (Dertmann a. a. D., Staub in Anm. 7 a. a. D.)
geht, etwas abweichend von früheren Urteilen, mit Recht vor allem
dabin, daß die Beweislaft Für die Behauptung, es fei „nach Probe“
abgefchlofien morden, au den Beweis in fich Ichließt, nah weidher
Brobe gekauft wurde.
Daß ferner die befondere Beweisvorfchrift des & 363 BOB. hier ebenjalls
einfhlägt, it nicht wohl zu bezweifeln, d. h. wenn der Käufer
die Ware angenommen hat und dann nicht als Erfüllung gelten
fafien will, fo muß er die Probemwidrigkeit beweifen, 10a & , bei
nicht jofort erfennbarer Probewidrigkeit prafktifh wird, vol. Staub in
Anm. 9 a. a. O., übereinftimmend au Dertmann a. a. OD. und Planck
zu S 494, Crome S$ 225 Ir. 2.
Ueber einen andern Fall der Berfhiebung der Bemweislaft,
wenn die Krobe nicht med vorhanden ift, f. unten Bem. 6.
Weiter {ft {treitig, ob für den Genuskauf andere Beweisverhältnifle
al8 maßgebend zu betrachten feiern. Die Frage ift mit Staub a. a. I.
Anm. 7 und 8, fowie DYertmann a. ao. OD. zu verneinen entgegen
der Anffafiung des ROG®G. in Bd. 2 S. 420 und Bd. 15 S, 30, vgl.
die eingehenden Ausführungen Staubs8 a. a. D.
Der Käufer muß ferner als Beklagter auch dann beweispflichtig er=-jheinen,
wenn er gegenüber Der Kaufpreiskflage des Verkäufer$ behauptet,
eS liege fein Kauf auf Probe vor, da Tierin nicht ein bloßeS
Beitreiten des AMagefundament3 zu erbliden it (jo zutreffend Vertmann
a. a. ©, Staub a. a. O., Dernburg S 194, IN, Düringerdella
[1. Xufl.] Bd, 3 S. 184, dagegen aber Crome 8 225 Unm. 4).
DBeftritten Ut ferner au die Beweispilicht hinfichtlich der Identität
der vorgelegten Probe, vgl. hierüber Staub a. a. OD. Anm. 10, Bolze
Bd. 10 Nr. 461, Neumann in Bem. 3 zu $ 494 und Düringer-Hachenburg
a. a. DO. S. 185. Mit Staub und Düringer-Gachenburg Gulimmend
auch Dertmann) wird dafürzuhalten fein, daß der Käufer die Identität
der von ihm vorgelegten Probe zu beweijen hat; wenn jo der
Berkäufer eine Probe vorlegt, 10 wird den Räufer die Beweislaft
treffen, DaB die Yrobe nicht identifch ift; a. M. find Endemann 8 162
Anm. 4, Crome 8 225 Anm. 4, Le Ben. 3 zu S 494, teilweife
ander8 Dernburg & 194, IN; vgl. ferner auch Kojenderg im Archiv
|. 5. 3ivilift. Praxis Bd. 4 S. 134. ,
Heber die Beweislaft, wenn der Käufer die Probe nicht aufbewahrt
iR x vs Bd. 11 S. 36 = Seuff. Arch. Bd. 39 Nr. 206 und
unten Bem. 6, c.
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