MEER
VIEL Aöfchnitt: Einzelne Scohuldverhältniffe.
Soweit aber vertragSmüßige Abmnadhungen vorliegen, die
nicht gegen neue zwingende Neht8fäße verftoßen (mie gerade
3. 3. vertragsmäßige Kündigungsfriften) gelten diele weiter fort. So
mit Recht Habicht S. 273 ff. und 280 ff., Mittelitein a. a. O., Bl. f. RA. Bd. 65
S. 60; a. M, Fuld S, 11, Fränkel S. 105 und in D. Sur.3 1898 S. 96.
Vgl. ferner Kjpr. d. OLG. Bd. 11 S. 313.
Sit die Kündigung ungleid vertrag Smäßig geregelt (3. B. der Vermieter
it 3 Jahre gebunden, der Mieter kann bierteljäßrlid kündigen), fo wird auf
jene 3 Jahre für beide Teile das alte Recht fortgelten müfflen. Bal. Habicht
S. 278, BI. f. RA. Bd. 65 S, 58.
Ubänderungen eine8 vor 1900 geichlofjenen MietvertragS unterftehen,
wenn fie nad 1900 getroffen find, dem neuen Rechte; {. Ripr. d. OLG. (König8-berg)
85. 5 S. 31.
2, Das außerordentliche Kündigungsredht des BOB, wird von Art, 171
EG, nicht betroffen. E32 gilt alfo ab 1. Janıtar 1900. Val. Cola, Lehrb. I S. 481 Zulaß
ind Mitteljtein a. a. OD,
3, GinfidhtlidH des 8 544 1. Bem, V zu diejem Baragrabhen.
4, Eine beftrittene Frage {ft ferner, inwieweit die Voridhriften über das Vermieter:
fendredht ([. SS 559 ff.) für bereit8 beitehende Mieten Geltung haben. Val.
uHerüber im einzelnen Habiht S, 268 ff. Kipr. d. OLG. Bd. 1 S. 4 und 5, Recht 1900
5. 275 (teilweife abweidhend BI, f. RU. Bd. 65 S. 62).
5. Sinfidtlig des Prinzips: „Kauf Sridt nidt Miete“ in der NebergangSyeit
]. Art, 172 ES, mit Bem., Bl f. RA. Bd. 65 S. 62 F., Dabight S. 282 ff., Mittel»
tein S, 591 ff., Brüdner S. 178 ff. Val. ferner hiezu Art. 7 des preuß. AG, die Art. 28
ınd 36 des hayır. AGDO., fowie die Art. 5 und 6 des bayr. Neberg.®., für Sachien |. Art. 8
her WO. vom 5. Dezember 1899.
S 535.
Durch den Miethvertrag wird der Vermiether verpflichtet, dem Miether den
Sebrauch der vermiethHeten Sache während der Micthzeit zu gewähren, Der
Miether {ft verpflichtet, dem Vermiether den vereinbarten Miethains zu entrichten.
& I, 503; H, 480 Ybf. 1; IM, 528,
A. I. $ 535 Itellt die wefjentlidgen Erforderniffe des Miety ertrags im allzemeinen
feft, nämlich:
1. SE SELF Neberlaffung einer Sache zum Gebrauch
auf Zeit, (Näheres unter Bem. B, ID.
S, Seiftung eineS EntgeltS für die Neberlaffung. (Näheres unter Bent. HD.
Wenn hierüber — und hinfichtlidh der übrigen Punkte, die etwa nach der Crflärung
auch nur einer Partei vorher durch Vereinbarung zu regeln find — Willenseinigung
zingetreten ift, gilt der Mietvertrag al8 gefchloffen Wal. biezu S 154 64. 1,
5 155 und Ripr. d. DLG. [AMammergericht] Bd. 4 S, 211). ,
ich Ur diefer allgemeinen Aufftellung ergibt {ich, daß insbefondere nicht unter die
iete fällt:
A) eine bloß ed rauSanma hung ohne ausdrückliche oder
tillihweigende Einwilligung des Vermieters, Die hieraus ent{pringende
Entihädigungspflicht ift keine Verpflichtung auZ einem Vertrage, fondern
wird nach den SS 823, 848 zu beurteilen fein. Baal. bieber übrigens auch
die 88 557, 597; ,
D) die EentgE ItLidhe Cinräumung des Gebrauchs eines Gegenftandes. Ein
derartiger Vertrag wäre nach den Srundfäken einer Schenkung ($S 516 ff.)
cechtlich aufzufaljen oder aber als Seihe (88 598 {f.);
ed at oder CErbpacht al8 Vertrag. Val. unten Bem. B, I, 2, a
un ;
Ueber die foa. ormiete 1. Norhem, VIL