3. Titel: Miete. Pacht. Einleitung. 8 535, 781
IX. Bezüglich der Berfonen beim Mietvertrage gilt an fich nicht? Befonderes:
„4. Mus den. Familienrechte fei hieher erwähnt, daß beim gefeblichen
Öüterrechte die Frau über die zu ihrem VBorhehaltsgute gehörigen Häufer 2C.
natürlich Mietverträge allein mit voller redhtlidher Wirkamfkeit abfeOließen kann. Auch
die zu ihrem eingebrachten Oute ebörigen ÖOrundftüice Kann die Frau zwar an fich
vermieten; die Durchführung Joldhen Vertrags aber dem Chemanne gegenüber feßt defjen
Buftimmung hiezu_ voraus bal. S 1399 mit Bem.); eine nach $ 1395 unwirffame „Ber-
Migung“ der Chefran liegt in dem einfeitigen Vermieten nicht; val. Brückner S, 23
Anm. 6, ferner Bd. IV Bem. 2, b zu 8 1395 und die dort erwähnten Entich, d. Ne
an au DLSG. Dresden, fächt. Arch. 1909 S. 139. Sachen des Mannes Kann die
Shefrau für die Kegel nicht vermieten, unter Umitänden fann hier aber die Schliüjfel=
gemwalt der Chefrau eingreifen (3. B. Vermieten von Einzelräumen), val. 8 1357 mit Bem.
I Bei allgemeiner Gütergemeinfhaft vder ErrungenfhaftSgemein-
TOhaft gelten die SS 1443 ff. .
Üeber die Chefrau als Mieterin val. unten Bem. 1, 2.
_ 82. Gerborgehoben fei hier weiter, daß die Verwalter gewifjer Vermögens-
mafjen Mietverträge rechtSgultig abfhlieBen Können, jo der NachlaBverwalter (SS 1984,
1985), der Teftament8vollftreder (88 2205 ff.), der Konkursvermalter (8 6 RD.), der Ver-
Walter bei der ‚Ziwangsverwaltung (88 150, 152 ZwV®.).
” 3. Mehrere Miteigentümer müffen EEE vermieten (8 747 Sab 2),
Diem nit beftinmmte Räume einem einzelnen Miteigentümer überwiefen wurden (S 747
Saß 1). ;
Wegen der Frage, vob_S 420 auf den Mietanipruch mehrerer Vermieter
autvendbar ijt, vgl. Ripr. d. OL®G®. (Kammerger.) Bd. 17 S. 1.
4. Ueber das Erfordernis der Genehmigung des Bor mundf{haftS-
geridht5S val. SS 1822 Mr. 5, 1902 Hbf. 2, 1915, 1613.
B. I. Allgemeines über den Mietvertrag.
L. Gegenitand der Miete:
a) Sm Gegenfage zum gemeinen Rechte läßt das BGB. eine Miete nur an
Sadhen im Sinne des S$ 90, nicht aber an Re dhHten zu M. II, 369, 421).
Die vermieteten Sachen können fowohl Grundftüce al8 bewegliche
Sachen jein, wobei in erfterer Sesirlung gleich Ct bemerfen ijt, daß
geinäß S 580 alle nachfolgenden Vorjchriften über die Miete von Orund-
itücen auch) fir die Miete von WohHnräumen und anderen
Näumen gelten jollen. Muh bloße Teile einer unbeweglichen oder
bewegliden Sache Können vermietet werden (vgl. $ 865), ia auch ein bloßer
laß oder ein Luftraum innerhalb eines Selaffes, 3. B. Miete eines
eh während eines FeftzugS, einer Speicherfläche zum bloßen Hopfen-
trodnen vder Miete eines Teiles eine8s Theatervorhangs zu NReklamezwecken
vgl. Mipr. d. DLG, [Dresden] Bd. 7. S. 462) 11. dal. .
Ueber Berträge bezüglich der fog. Zreforfäcdher in der Stahl=
fammer eines Bankhaufes (sates) f. im einzelnen Bem. e zu 8 580.
Hinfichtlich der BoftfOlieBfäcdher vgl. NOGE. Bd. 63 S. 337 ff.
und Mitteljtein S. 38, 39.
Yeber Vermietung einer Schankmirtfdhaft und die recdhtlidhe Be:
urteilung der Neberlaffung von Räumlichkeiten zum Gewerbebetrieb
überhaupt (Wacht oder Miete?) f. Bem. I zu $ 581.
Nicht ausgefchloflen ift, daß verbraudbare Sachen unter Umftänden
Segenitand einer Miete werden können 3. B. zur vorübergehenden Aud-
Ihmücdung eine8 Saale8 gegen Entgelt, Val. Arnold in Bl. 1. RA. Bd. 63
S. 326. Sollen fie jedoch zugleich verbraucht werden, fo liegt nicht
mehr Miete oder Pacht vor, jondern ein Kauf, € ift alfo 3. B. juriftilch
unrichtig, von Wafflermiete, Gasmiete 2C. zu fprechen, wenn das Walfer
oder_®a8 2. zum Verbrauch überlaffen wird. Auch hier liegt im Grunde
ein Rauf vor, val. BI f. RAU. Bd. 63 S. 326. Rol. hiezu au die Bes
merfungen zur Pacht in Ben. I zu 8581. Wegen des SGaslieferungs-
pertrags überhaupt vol. ferner die näheren Ausführungen bei Bende, Der
Saslieferungsvertrag, Berlin 1908 {j. hiezu aber auch ©ruchot, Beitr. Bd. 53
S. 738). Bezüglih der Elektrizität vgl. Bem. I, 4, a zu S 581.
Vertretbare Sachen (& 91) Können felbftverftändlich vermietet werden.
Von Einfluß wird Ddiefes Moment insbejondere bei der BVertrag8:
erfüllung feitens des Vermieters. Vgl. die SS 245, 536, 279 und Bem. IV
zu S 536.
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