I, Abichnitt: Inhalt der Schuldverhältnifje.
Bl. f. NM. S. 489 ff. Pommen Haftung der CEifenbahnen in Hirths Annalen
1906 S. 786 ff.; 845 ff.; Plan, Komm. zum E®. Art. 42° Bem. 7 Au8
der VE ROGS, in Iur. Wir. 1903 S. 157 Nr. 30: NOS.
DD. 53 S, 75, 394; IJur. Wichr. 1903 Beil. 13, Beil. 136; RGE. in
Sruchots Beitr. Bd. 47 S. 906 ff., Zur. Wichr. 1903 Beil. 66, 67, 92, 120,
136, 137, NOS. Bd. 62 S. 350, Jur. Wichr. 1906 S. 192 Biff. 9; 3.
Xur.3. 1906 S. 430; NROGE. Bd. 63 S. 332}; Aur. Wichr, 1906 S. 459
Mit. 12, echt 1906 S. 1132 Ziff. 2573; Recht 1907 S, 1461 Ziff. 36087
NOS. vom 23. Mai 1908 in Recht 1908 Nr. 2458, Mr. 3015. U. M. Aron
in (CEger8 EP Entid. Bd. 14 S. 190 f, v. Ruß in Bl.
1. RU. Bd. 64 S. I1f.; Eger, Komm zum Haftpflichtgef, (5) S. 161; Reindl,
Komm. (1901) S. 81. Vgl. dagegen Dem. 1, 2, b zum ES. in diejem Kom-
nentar und vor Allem auch Schierlinger in Sentfert8 Bi. |. RU, Bd. 70
S. 109 ff. Nicht minder findet $ 254 an auf die Saftung aus dem
Yutomobilgefeß. Ferner findet S 254 Unwendung bei vertraglicher Ber-
eig zum Schadenserfaß insbejondere auf @rund eines Garantie vder
Berjidherungsberfrags. Selbitverftändlich kommen jedoch beim Ver-
‚icherungsvertrag zunäcdhft die Sondervorichriften des ReichsgejekesS über den Ver
icherungsvertrag (58 61, 62) zur Anwendung. Durch diefe Sondervorfchriften
Dird aber die jubfidiäre EL des S 254 nicht ausgejchloffen. Val.
RÖOES. Bd. 32 S. 13, Seuff. Arch. Bd. 48 Nr. 283, Bd. 51 S, 275, Bd. 53
S. 76. (UM. MM. Gottichalt S. 64; dagegen wie hier Planck [3] Bem. 1)
Auch auf De bes S$ 325 BOB. (Schadenserfaß wegen verfchuldeter Un-
möglichkeit der Leijltung) it S 254 anwendbar. ROSE. in Sur. Wichr.
1904 S, 57, D. Yur.3. 1904 S, 264.
Soweit nicht befondere abweichende Vorfchriften in Frage fommen,
. B. in SS 122, 179, 307 findet S 254 auch auf {og. culpa in contrahendo,
Kol. Dertmann Bem. 3 zu 8 254. .
Anter_dem Begriff „Entftehung des Schadens“ ift die Entwicklung
des Schadens von jeinent erften Auftreten an zu - (Sottichalt
a. a. 0. 62) Die Entitehung des Schadens „beginnt allerdings früheftens
mit der fchäbigenden Handlung, aber beendigt ift die Entftehung erft dann,
venn die Folgen der fhäbigenden Handlung abgefchloffen find. Das tritt
bejonders Deutlich hervor bei der Verlekung lebender Wefjen. Wenn einem
Menfchen oder Tiere eine Wunde EN wird, fo ift die Schabens-
entftehung mit der jchäbigenden Rd ung begonnen, beendigt ijt fe aber
arjt, wenn alle üblen Jolgen der Verwundung eingetreten oder der weitere
Eingriff von foldhen Folgen (Umfidhareifen der Wunde, Nebertritt auf andere,
5isher nicht verleßte Urgane, zu befürchtende Unheilbarfeit oder mangelhafte
Deilung ulm.) abgewehrt find. €3 Handelt fich dabei nicht nur um die
aatürliche Weiterentwiclung des durch die {hädigende Handlung verurfachten
Defekt8S, fondern auch um die [uriildten Salnen der Berleßung.
Wenn allo & B. ein Schuldner_am 1. April, als dem Tage der Häalligkeit
jeiner Schuld, die gefchuldete Sache nicht leijtet, fo i{t damit Tor ein
Schaden entftanden, indem der Gläubiger der Sache entbehrt. olange
aber die Entbehrung dauert, entjteht mit jedem Tage weiterer Schaden.“
Schollmeyer 11 S, 41.) a.
DBejonders Heufig und praktifch find die Fälle der Unterlaffung eines
Dedkungskaufs, Bol. Seuff. Arch. Bd. 22 Nr. 16, Bd. 23 Nr. 216. ROHSG.
Bd. 2 S. 387, Bd. 13 S. 197, 373. „E3 Können hier dem Unterlafienden
nicht unmöglidhe Anftrengungen CH werden, die Anichaffung markt-
gängiger Ware 3. B. wird aber für den Zall der Nichtleijtung des Schuldners
geboten erfcdheinen.“ (®ottfchalk a. a. O. S. 94.) Val. u NRNOH®SG. Bd. 4
S. 192, Bd. 5 S. 169, Bd. 18 S. 279 (Ronventionalitrafo), andere Fälle in
Seuff. Arch. Bd. 27 Wr. 122, Bd. 10 Nr. 258, Bd. 46 Nr. 17
teparatur), Bd. 46 Nr. 96 (Treppenbeleuchtung), Val. ferner Seuff. Arch.
Bd. 55 Nr. 202. en
uf ren des Beihädigten muß ein Verfehulden vorliegen. Der
Begriff diefes Berfchuldens it nicht im ftreng juriftijchen Sinne als Eingriff
in eine {remde NechtSiphäre zu nehmen. Vol. S. 57 unten, Ennecceru8 11
S. 405. Wenn Sottichalf a. a. OD. S. 73 FM. auch in diejem Falle einen
SAMT in eine fremde KRecht8)phäre borausiebt, fo ift Dies nur möglich,
meil er Ddiefen Begriff jehr weit ausdehnt, („Jede rechtlich bedeutfame
Handlung eines Menfhen ift ein Eingreifen in die Rechtsjphäre eines
ınderen“ S, 22.) € genügt bielmehr, daß regelwidrige8 erhalten mit