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So sehen wir, daß der subjektive Wert eines Gegenstandes
steigt oder sinkt, je nach dem man viel oder wenig Arbeit für seine
Gewinnung aufzuwenden braucht. Die Gegenstände, deren Pro
duktion besonders viel Arbeit erfordert, werden naturgemäß nur
in geringer Anzahl hergestellt, sind also selten. Und nicht allein
die reichen Leute, die diese seltenen Gegenstände kaufen, sondern
auch die Volkswirte glauben, daß diese Gegenstände deshalb so
teuer sind, weil sie selten sind, während doch der Sachverhalt um
gekehrt ist: sie sind selten, weil sie viel Arbeit zu ihrer Herstellung
erfordern, d. h. teuer sind.
In einer Naturalwirtschaft, von der wir vorläufig gesprochen
haben, wird also die Verteilung der Produktivkräfte zwischen
den einzelnen Produktionszweigen abhängen von der Dringlich
keit der Bedürfnisse der Wirtschaft: Nahrungs-, Kleidungsbedürf
nisse usw. Aber innerhalb der Grenzen jedes Bedürfnisses wird
die Verteilung der Produktivkräfte zur Herstellung der Produkte
abhängen: 1. von dem Umfang der Produktivkräfte der Wirtschaft
und 2. von dem Arbeitsaufwand, den die Herstellung jedes Pro
dukts erfordert. Je mehr Produktivkräfte einer Wirtschaft zur
Verfügung stehen, um so leichter kann sie auch solche Gegen
stände herstellen, die für eine ärmere Wirtschaft un erschwinglich
sind oder als Luxus erscheinen. Können dieselben Gegenstände
uiit weniger Arbeitsaufwand hergestellt werden, so hören sie auf,
auch für ärmere Familien ein Luxusprodukt zu sein. Der sub
jektive Wert hängt vom Arbeitswert ab...
Es verbleiben noch Gegenstände, die überhaupt nicht repro
duziert werden können. Diese spielen aber in der Naturalwirt
schaft keine bedeutende Bolle. Wir betrachten hier die
I^inge in ihrer einfachsten Form, in der Naturalwirtschaft.
Wir sehen hier, daß der subjektive Wert vom relativen Arbeits-
^vert abhängt.
Mögen nun die Vertreter der subjektiven Wertlehre, die die
Arbeitswerttheorie von oben herab betrachten, unsere Ausführungen
widerlegen, daß der Grenznutzenwert durch die Verteilung der
Produktivkräfte in der Wirtschaft und durch den relativen Ar
beitswert bestimmt wird.