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gehende Aufschwung schuf, nur mit Schmerzen assi
miliert werden kann und vieles Eingelebte bedroht,
so daß es zu Paniken, Zusammenbrüchen usw. kommt.
So etwas passierte damals. Die Schlagworte, die aus
den Sozialwissenschaften in das „Publikum“ drangen
— stets Übertreibungen, meist auch Entstellungen —
wurden schließlich unangenehm empfunden. Man be
gann sie gar als Ursachen der großen Revolution zu
betrachten — und man wetterte gegen sie. Gerade
der „kalte Rationalismus“ der Aufklärung führte zum
Wiedererwachen religiösen Geistes, gerade das viele
Gerede von Weltverbesserung rief politischen Kon
servativismus zu neuem Leben oder besser — es
weckte ihn aus seinem Schlummer. Es kam dann
auch das bloße Moment der Ermüdung an nunmehr
zu oft Gehörtem hinzu — das ja stets eine sehr
wirksame Ursache politischer und sonstiger Stim
mungswechsel der Menge ist: Man will von Zeit zu
Zeit einfach „etwas anderes“, was immer es sei.
Zu all dem kam aber, daß die Sozialwissenschaf
ten weiteren Kreisen immer unsympathisch gewesen
waren und es umso mehr wurden, je weiter und
tiefer sie drangen. Die Abneigung gegen sie ist ähn
lich zu verstehen, wie die Abneigung, die ein ge
selliger Kreis gegen eines seiner Mitglieder faßt,
von dem die übrigen wissen, daß es ein böses Mund
werk hat. Man fühlt sich durch dasselbe geniert und
bedroht. Und eine ganze Masse von Leuten fühlte
sich in den Grundlagen ihrer sozialen Existenz und
ihren Idealen geniert und bedroht durch die sozial
wissenschaftliche Analyse, die fortwährend Fragen
Schumpeter, Vergangenh, u. Zukunft d. Sozialwissenach. 5