Full text: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Taylor als erster erdacht und in die Praxis eingeführt hat. 
Abb. 22 und 23 stellen den Unterschied beider Systeme dar. 
Die Funktionsmeister sind in einer ganz bestimmten 
Arbeitsfunktion ausgebildet und haben für diese nicht inner- 
halb einer einzelnen Werkstatt, sondern innerhalb des ganzen 
Betriebes zu sorgen. Sie sind dem Gedanken des Arbeits- 
büros nachgebildet und stellen gewissermaßen dessen Send- 
boten im Werkstättenbetrieb dar. Die Aufgaben des 
Fertigungsbüros verfolgt der Instandshaltungsmeister, dem 
sämtliche Reparaturen und die laufende Wartung der Be- 
triebsmittel unterstehen. Der Vorrichtungsmeister ist ver- 
antwortlich für die Spezialwerkzeuge und Vorrichtungen und 
für die sachgemäße Einrichtung der Arbeitsmaschinen. Der 
Geschwindigkeitsmeister wacht darüber, daß die vom Akkord- 
büro errechneten Maschinenschaltungen und Arbeitszeiten 
eingehalten werden. Der Arbeitsverteilungsmeister überwacht 
die termingemäße Erledigung der Arbeitsgänge, wie sie vom 
Arbeitsverteilungsbüro der Werkstatt vorgeschrieben werden. 
Schließlich ist ein weiterer Meister für die allgemeine Diszi- 
plin, Pünktlichkeit und Ordnung verantwortlich. 
Es ist klar, daß diese Einteilung bedeutende Vorteile in 
strarf durchorganisierten Betrieben mit sich bringt. Der 
auf eine bestimmte Dienstleistung spezialisierte Funktions- 
meister kann seinen Aufgaben mit größerer Muße nach- 
gehen, da er nicht durch dauernd neue Obliegenheiten abge- 
lenkt und überlastet wird; er allein hat die Möglichkeit, 
einen Ausgleich innerhalb der Werkstätten durchzuführen 
und er übersieht die Zusammenhänge des Betriebes besser 
als der Fachmeister. Gewisse Schwierigkeiten ergeben sich 
nur für Werkstätten, in denen mehr als durchschnittliche 
Fachkenntnisse erforderlich sind, wie in einer großen 
Schmiede, einer Automatenabteilung usw. Hier wird sich 
manchmal die Einstellung eines besonderen Fachmeisters 
nicht umgehen lassen. 
Der Förderdienst. Die Transporte innerhalb einer 
Fabrik sind fast immer das Schmerzenskind der Betriebs- 
leitung. Sie auf das mindeste Maß zu beschränken und 
dennoch rasch durchzuführen, ist in allen größeren Fabriken 
nur dann möglich, wenn man’ sie einer einheitlichen Leitung 
&'}
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.