Contents : Der Antwerpener Hafen und die Pariser Wirtschaftskonferenz

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rationellen  Ausnützung  des  Schiffsraums  durch  Kombination
von  Schwer-  und  MaBgütern,  dieselbe  Warengattung  aber
andererseits  wieder  die  geeignetste  ïst  für  Dampfer  der  Trampschiffahrt,
  so  bewirkt  der  Wettbewerb,  der  hinsichtlich  ihrer
zwischen  diesen  beidenBetriebsartenderReederei  einsetzt,  einen
Niedergang  der  Frachtsàtze,  In  bezug  auf  leichte  und  wertvolle
Giiter,  die  man  gewôhnlich  mit  Schnelldampfern  der  regelmâBigen
  Linienfahrt  versendet,  ist  dieKonkurrenz  weniger  scharf,
Aus  dieser  Sachlage  haben  die  Antwerpener  Spediteure
wundergut  ihren  Vorteil  zu  ziehen  gewuBt  und  auf  die  Weise
viel  dazu  beigetragen,  daB  Antwerpen  einer  der  billigsten
Hâfen  der  Welt  geworden  ist.  Ein  Hafen,  der  als  Kopîstation
dient,  wie  Hamburg  oder  Bremen,  kann  dieselben  Vorteile
nicht  genieBen  wie  ein  Anlaufhafen  gleich  dem  unsrigen,
Unsere  Regierung  bat  übrigens  die  Notwendigkeit,  môglichst
  viele  regelmâBige  Linien  nach  Antwerpen  zu  ziehen,
sehr  gut  eingesehen;  sie  Hat  mit  einigen  dcrselben,  vor  aîlem
aber  mit  den  deutschen  Linien,  die  aus  den  schon  erwâhnten
Gründen  die  meisten  Vorteile  boten,  eine  Reihe  Vereinbarungen
getroffen,  auf  die  wir  spâter  zurückkommen,
Um  die  Notwendigkeit  des  international  en  Wettbewerbs
für  die  Bedürfnisse  der  belgischen  Industrie  noch  besser  ins
Licht  zu  stellen,  entnehmen  wir  dem  sehr  interessanten  Bûche
De  Leeners  „Was  dem  belgischen  Ausfuhrhandel  fehlt“ 20 )
folgende  Stelle:
,,Bis  zum  Mai  1904  hatten  vier  Dampferlinien  das  Transportwesen
von  Antwerpen  nach  Alexandrien  in  gewissem  Sinne  monopolisiert.  Das
waren  die  Deutsche  Levante-Linie,  die  Westcott  and  Laurance  Line,  die
Prince  Line  und  eine  belgische  Linie  der  Reederei  Deppe,  Die  drei  ersten
fuhren  unter  deutscher  oder  englischer  Flagge  bezw.  Die  vier  Linien
hatten  einen  gemeinsamen  Frachttarif  ausgearbeitet,  wie  man  deren  seit
einigen  Jahren  viele  in  der  regelmâCigen  Schiffahrt  antrifft,  Da  trat  eine
neue  Linie,  die  Sphinx  Line,  in  Wettbewerb  mit  dem  Verbande  und  bewirkte
  eine  Verbilligung  der  Frachtsatze  von  40—50  %,  Infolgedessen
konnten  viele  unserer  Erzeugnisse,  welche  die  hohen  Transporttarife  vom
e iyptischen  Markt  ferngehalten  hatten,  in  Alexandrien  verkauft  werden.
Dies  ist  ein  typisches  Beispiel  dalür,  welche  Dienste  eine  fremde  Handelsîlotte
  der  Ausfuhr  eines  Landes  leisten  kann.  In  dem  Verbande,  der  sich
zur  gemeinsamen  Preisregelung  der  Frachtsatze  gebildet  hatte,  wahrte  die
nationale  Linie  die  belgischen  Interessen  nicht  besser,  als  die  fremden
Gesellschaften."
2e )  De  Leener,  Ce  qui  manque  au  commerce  d'exportation  belge,
p.  16—17.
            
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