Object : Zwangsarbeit in der Sowjetunion

Kanalbau Wolga—-Moskwa. Hinter diesen Festungsmauern hat die jüdische GPU.-Leitung des Bauvorhabens
 ihren Sitz.

Immer toller treiben die Tschekisten die Menschen zum Arbeiten an. Immer mehr
Menschen brechen zusammen. Sie können nicht mehr. Sie fürchten weder Schläge noch
Kugel. Es ist ihnen alles gleich. .
Dann greifen ihre Henker zu neuen Mitteln. Die Nerven der von Müdigkeit blöde
gewordenen Menschen sollen aufgepeitscht werden,
Zweiter Tag des Sturmes ist um. Mitternacht. Die Menschen fiebern von langer
Arbeit und Kälte. Da erscheint auf dem Bauabschnitt eine „Agitbrigade‘. Im scharfen
Scheinwerferlicht singen die „Agitbrigadler“ aufreizende Lieder. Sprechchöre schmettern
 kurze Sätze in die Dunkelheit. Kapellen spielen Märsche.
Und die Menschen arbeiten weiter.
„Schneller! Schneller!“ — spielen die Kapellen.
„Schneller!“ — singen die Agitbrigaden.
Schon 16 Stunden singen mit heiseren Stimmen die Agitbrigadler. Schon versteht
kein Mensch mehr die Worte der Lieder?).
Und weiter und immer weiter geht die Arbeit.
„48 Stunden ißt und schläft nicht der Wodorasdel. Pferde brechen zusammen?).“
Die Menschen aber arbeiten weiter.

1) „SWK.“, S. 284.
2) „SWK.“, S. 291.
            
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