Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Vorwort  zur  ersten  Auflage.

VII

Opfer  bringen,  so  darf  weitaus  nicht  Alles  aufgenommen  werden,
was  bei  strenger  Systematisirung  auch  noch  hätte  abgedruckt  werden ­
  können.  Darnach  wird  es  gerechtfertigt  sein,  wenn  bei  den
mittleren  und  den  kleinen  Staaten  und  Stätchen  nicht  alle  Rubriken
ebenso  durcligeführt  wurden,  wie  bei  den  Grossmächten.  England,
Frankreich  u.  s.  f.  haben  im  Völker-  und  Staatenleben  eine  andere
Bedeutung,  als  Reuss-Greiz-Schleiz-Lobenstein  und  Vadutz-Liechtenstein.
  Aber  auch  rein  wissenschaftlich,  behufs  Erforschung
höherer  Gesetze,  sind  die  Resultate  von  sehr  verschiedenem  Werthe,
je  nachdem  sich  dieselben  auf  die  Beobachtungen  bei  vielen  Millionen, ­
  oder  nur  auf  solche  bei  ein  Paar  Tausend  Menschen  gründen.
Endlich  besitzen  wir  aus  einigen  der  grösseren  Staaten  ein  so  allseitig ­
  reiches  statistisches  Material,  wie  es  aus  anderen  Ländern
nur  ausnahmsweise  zu  hiiden  ist.
Iin  Uebrigen  ist  unser  Material  durchgehends  in  nachbemerkter ­
  Reihenfolge  verarbeitet,  worauf  w  ir,  zur  Erleichterung  des
Nachschlagcus,  besonders  aufmerksam  machen  :
I.  and  und  Leute  im  Allgemeinen,  —  Bestandtheile,
Grösse,  Bevölkerung  der  Staaten;  Bodenbeschaffenheit;
Bevölkerungsbewegung  (Geburten,  Sterbfälle,  Ileirathen;
auch  Auswanderungen  etc.)  ;  Familien  (Haushaltungen)  ;
Nationalitäten;  Confessionen  ;  wichtigste  Städte  ;  Gebietsveränderungen ­
  seit  der  ersten  französischen  Revolution.
II.  b  inanzen,  —  laufender  Staatshaushalt  Haupteinnahmen
und  Ausgaben)  ;  Finanzverhältnisse  in  früherer  Zeit;
Schuldenstand  und  dessen  Ursache  und  Vergrösserung.
III.  Militär,  —  Landmacht  (Bildung  und  Stärke  des  stehenden ­
  Heeres,  Miliz,  Festungen,  geschichtliche  Notizen);
Marine.
IV.  Sociale,  Gewerbs-  und  Handelsverhältnisse,  —
im  Allgemeinen  und  im  Besonderen  ;  Grundlage  der  dessfallsigen
  Gesetzgebung  ;  Volksbildung  ;  Bodenanbau  ;  Ausdehnung ­
  der  Hauptindustriezweige  und  des  Handelsverkehrs, ­
  Rhederei,  Eisenbahnen,  Rost,  Telegraphie  ;  Münze
und  Maasse.
^  Auswärtige  Besitzungen  der  Seemächte.
Möge  dieses  Buch  beitragen  zur  Verbreitung  praktisch  nützlicher ­
  Kenntnisse  !

Zürich,  den  1.  October  1856.
            
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