Nebenanlagen der Gründergesellschaften. Daß hierbei recht
niedrige Wertansätze zu Grunde gelegt wurden, erhellt genügend
aus dem Umstande, daß für die Anlagen des Bochumer
Vereins, die eines der größten und modernsten Röhrenwalzwerke
der Welt umfassen, und in der letzten veröffentlichten
Bilanz mit 104,9 Millionen Mark zu Buche stehen, nicht mehr
als 74,4 Millionen Stahlwerksaktien gewährt worden sind.
Die Verteilung der Genußscheine ist nach einem wesent“
lichanderen Schlüssel vor sich gegangen. Diese dienen zum Ausgleich
des Einbringens solcher Werte und Vorteile, die nicht
unmittelbar zu den Produktionsanlagen gehören. Man wird
sich hierunter wohl in der Hauptsache Beteiligungen vorzustellen
haben.
Vorräte wurden gegen bar übernommen. Debitoren und
Kreditoren werden von den Muttergesellschaften abgewickelt,
Die als Gegenwert für die Übertragung der Anlagen und
Beteiligungen empfangenen Aktien und Genußscheine der Vereinigten
Stahlwerke sind jedoch nicht mehr effektiv im
Portefeuille der einzelnen Gesellschaften enthalten. Zunächst
blieben 40 Millionen Vorratsakien und 7,5 Millionen Vorratsgenußscheine
im KEigenbesitz der Vereinigten Stahlwerke,
die inzwischen infolge Angliederung weiterer Anlagen zum
größten Teil Verwertung gefunden haben dürften. Darüber
hinaus werden die Gründergesellschaften noch weitere Aktienbeträge
zur Verfügung stellen müssen, da einmal der amerikanischen
30-Millionen-Dollaranleihe vom Juni 1926 ein
Aktienbezugsrecht in Höhe von 30 Millionen Mark und sodann
der europäischen Tranche von 126 Millionen Mark ein solches
von 42 Millionen Mark anhaftet. Zusammen ergibt dies
72 Millionen Mark. Ferner muß ein ansehnlicher Aktien-40