Full text : Währung und Handel

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«las  Stal>i]e  und  der  Werth  seiner  Landesvalnta  das  Schwankende; ­
  er  aber  wird  die  Saclie  nmgekelirt  empfinden,  nnd
zwar  ans  dem  ixrnnde,  weil  sich  die  Preise  der  meisten
\  aalen  nnd  der  Löline,  wie  früher  gezeigt  wurde,  in
einem  Lande  mit  gestörter  Valuta  nicht  sofort  nach  den
Schwajiknngen  des  (-»eldwerthes  richten  nnd  demnach  im  Falle
solcher  Schwankungen  für  den  Schuldner  eine  sehr  empfindliehe,
  unter  Umständen  sogar  eine  ihn  zu  Grunde  richtende
Ditferenz  entstehen  kann.  Wenn  er  z.  B.  1000  fl.  in  Silber  entliehen ­
  hat,  unter  der  Voraussetzung,  dass  er  mit  dieser  Summe
2000  Arbeitstage  werde  bezahlen  können,  und  nun  der  Werth
der  Landesvaluta  plötzlich  sinkt,  so  wird  er  möglicher  AVeise
beim  Fälligkeitstermin  seiner  Schuld  zum  Ankäufe  der  1000
Silbergulden  eine  Summe  in  Landesvaluta  verwenden  müssen,
mit  welcher  er  ÖOOO  Arbeitstage  hätte  bezahlen  können.  Er
wird  zwar  auch  die  Chance  eines  analogen  Gewinnes  haben,
doch  wird  es  in  den  seltensten  Fällen  den  Neigungen  eines
Holiden  Unternehmens  entsprechen,  ausser  der  Gefahr,  die  sein
Gcschätt  auch  bei  der  genauesten,  sorgfältigsten  Berechnung
«chou  aus  inneren  Gründen  für  ihn  bergen  kann,  auch  noch
die  Gefahr  einer  von  seiner  eigenen  Geschäftsconjunctur  ganz
unabhängigen  Valutaconjunctur  auf  sich  zu  nehmen.
Dazu  kommt  noch,  dass  diese  letztere  (xefahr  für  den
inländischen  Unternehmer  allemal  dann  am  grössten  ist,  wenn
der  Unternehmungsgeist  gerade  durch  dieselbe  Valutaconjunctur
den  stärksten  Impuls  empfängt,  und  daher  nach  Capitalien
eine  starke  Nachfrage  herrscht.  Wie  nämlich  früher  gezeigt
wurde,  wird  der  Fxport  jedes  Landes  mit  gestörter  Valuta
dann  in  dei  höchsten  Blüte  stehen,  wenn  die  Geldentwerthung
tortschreitet.  In  einer  solchen  Epoche  wird  Capital  gesucht ­
  sein,  aber  jeder  Unternehmer  wird  dasselbe,  selbst  zu
lästigeren  Bedingungen,  lieber  von  einem  inländischen  Capitabsten
  entlehnen,  den  er  in  inländischer  Valuta  zu  zahlen  hat,
bevor  er  sich  entschliesst,  bei  steigendem  Disagio  die  Verpflichtung ­
  zu  übernehmen,  in  Metallgeld  zu  zahlen.  Leichter  würde
man  sich  in  einem  Lande  mir  gestörter  Valuta  zur  Ueber-Uahme
  derartiger  Verpflichtungen  bereit  finden  lassen,  wenn
bie  Landesvaluta  in  einer  Verbesserung  begriffen  ist.  Aber  in
t-ljoehen,  wo  dies  geschieht,  liegt  der  Unternehmungsgeist,  wie
            
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