Full text : Währung und Handel

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Lei  ihnen  kaum  mehr  Sache  der  Berechnung  und  der  Combination, ­
  sondern  Sache  des  Temperaments  und  der  Laune  sein.
Dadurch  aber  wird  ein  doppelter  Nachtheil  entstehen.
Vor  allem  wird  das  Land  mit  Papiervaluta  im  Welthandel
auf  jede  selbstständige  Berechnung  mehr  und  mehr  verzichten
und  schliesslich  dahin  gelangen,  von  den  Speculanten  des  Auslandes ­
  vollständig  abhängig  zu  werden.  Damit  allein  schon
wird  für  dasselbe  jener  sehr  bedeutende  Dewinn  verloren  sein,
den  andere  Länder  aus  der  kaufmännischen  Geschicklichkeit
und  Unternehmungslust  ihrer  grossen  Handelshäuser  ziehen.
Es  wird  seine  Vorräthe  nicht  dann  ergänzen,  wenn  dies  nach  der
WeJtconjunctur  jedes  einzelnen  Artikels  am  vortheilhaftesten
möglich  ist,  und  auch  bei  einer  vorübergehenden  Theuerung
seine  Käufer  nicht  unter  das  normale  Mass  einschränken,  sondern, ­
  wie  dies  bei  kleinen  Krämern  üblich  ist,  der  Hauptsache
nach  stets  den  gleichen  Vorratli  halten,  und  für  den  Bedarl
des  Augenblickes  sorgen.  Auch  andere  Länder  können  bei
ihrer  Handelsthätigkeit  Irrthümern  unterworfen  sein  und  häuüg
durch  fehlerhafte  Speculation  Verluste  erleiden  ;  aber  im  Durchschnitte ­
  ist  denn  doch  die  grosse  W’aarenspeculation  gewinnbringend ­
  und  das  kapiergeldland  wird  auf  einen  ihm
gebührenden  Antheil  an  diesen  Gewinnen  verzichten.
Noch  schlimmer  gestaltet  sich  dieses  Verhältniss,  wenn
ein  solches  Land  den  grossen  Speculationen  nicht  gänzlich
entsagt,  dagegen  aber  bei  denselben  mehr  durch  Rücksichten ­
  auf*  die  Valutaconjunctur  als  auf  die  den  betreftenden
Handelszweigen  selbst  eigenthümliche  Combination  geleitet
wird,  Wie  dies  unter  der  Herrschaft  des  Papiergeldwesens  nur
zu  häuüg  der  Fall  ist.  Dann  wii'd  dasselbe  nicht  nur  aul  den
reellen  Speculationsgewinn  verzichten,  sondern  in  der  Regel
von  den  Speculanten  des  Nachbarreiches  ausgebeutet  werden.
Diese  werden  kaufen  oder  verkaufen,  je  nachdem  sie  die  Conjunctur
  für  die  bestimmte  Waare  für  günstig  oder  für  ungünstig ­
  halten;  die  Abnehmer  oder  die  Abgeber  werden  sie
aber  mit  Vorliebe  dort  suchen  und  in  der  Regel  auch  linden,
wo  man  Käufe  und  Verkäufe  unabhängig  von  diesen  Combinationen
  nach  ganz  anderen  Gesichtspunkten  vorzunehmen
püegt.  Dass  dann  in  der  Regel  Diejenigen  Recht  behalten
werden,  die  unter  der  Erwägung  der  reellen  \  erhältnisse
            
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