fullscreen: Die Schweiz

Kerrölkevnng. 
Manche vorgeschichtlichen Funde bezeugen, daß unser 
Land seit uralter Zeit von Menschen bewohnt wird. Ihre 
ältesten Spuren finden sich in der Höhle des Wildkirchli 
am Säntis. Zersplitterte und angebrannte Knochen, unter 
mischt mit rohzugeschlagenen Steinwerkzeugen lassen er 
kennen, daß der Mensch hier neben dem Höhlenlöwen 
und Höhlenbären lebte, wahrscheinlich während einer 
wärmeren Zwischenperiode in der Eiszeit, als die Gletscher 
vorübergehend aus dem Vorland verschwunden waren. 
Am Ende der Eiszeit findet sich der Mensch zusammen 
mit dem nordischen Renntier im Keßlerloch bei Thaingen 
im Schaffhauser Randen; seit jener Zeit durften weit 
über 20000 Jahre verstrichen sein. In einer viel späteren 
Zeit wohnten die Menschen in Pfahlbauten an den See 
ufern. Sie gebrauchten vorerst rohe, dann bearbeitete 
Steinwerkzeuge (ältere und jüngere Steinzeit) und er 
setzten sie endlich mit steigender Kultur durch Bronze 
und Eisen. Die Römerherrschaft und die Züge der Völker 
wanderung verpflanzten wohl fremde Volksbestandteile 
auf den keltischen Boden Helvetiens, ohne jedoch die 
Einheitlichkeit der ansässigen Bevölkerung ganz zu ver 
decken und ohne die schroffen Rassengegensätze anderer 
Länder hervorzurufen. Die Alemannen und Burgunder 
drangen von Norden her an den Alpenfuß vor; jene 
brachten in der Ost- und Mittelschweiz die deutsche 
Sprache zur Geltung; diese ordneten sich in der West 
schweiz der gallisch-römischen Kultur ein, und die bnr- 
gundische Schweiz wurde zum französischen Sprachgebiet.
	        
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