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besitzen: wünscht, auch schon ein Kauflustiger...
Unzählige Leute, die ein Gut brauchen und zu besitzen wünschen,
bleiben trotzdem vom Markte freiwillig @) aus, weil bei ihnen
die Wertschätzung des Preisgutes beidem mutmaßlichen
Preisstande (Sperrdruck vom Verfasser) die Wertschätzung
der Ware so weit überwiegt, daß für sie eine ökonomische Mög-
lichkeit, zum Kaufe zu gelangen, von vornherein ausgeschlossen
ist°°,“ Also „die Zahl der Begehrungen“ wird als die Zahl der
Begehrungen schlechthin bestimmt, minus der Zahl der sich
selbst vom Kaufe Ausschließenden; diese letztere hängt von den
Marktpreisen ab, die ihrerseits anscheinend wiederum von
der „Zahl der Begehrungen‘‘ bestimmt werden.
2.Die‘ Wertschätzung, der Ware durch die
Käufer. Darüber schreibt Böhm-Bawerk: „Die Höhe des
Wertes bestimmt sich ... im allgemeinen nach der Größe des
Grenznutzens®.“ Oben untersuchten wir eingehend die-
sen Satz, wobei wir fanden, daß die Käufer die Ware keinesfalls
nach ihrem Grenznutzen schätzen. Das Korrektiv, das Böhm-
Bawerk mit seiner Substitutions theorie zu machen sucht,
ist jedoch nichts anderes als ein theoretischer Zirkel.
3. Der subjektive Wert des Wertgutes für
die Kauflustigen. Die gesamten Böhmschen Erläuterungen
darüber konzentrieren sich in folgendem Satz: „Im allgemeinen
wird also für den Reicheren der subjektive Wert der Geldeinheit
kleiner, für den Aermeren größer sein®.“ Ihrem Wesen nach
besteht die Geldtheorie darin, daß der subjektive Wert des Gel-
des — für die Verkäufer sowohl wie für die Käufer — ihr eige-
ner subjektiver Tauschwert ist, der wiederum von den sich
auf dem Markte befindlichen Preisen der Ware bestimmt
wird. Und so wird auch dieser „Bestimmungsgrund der Preise“
durch die Preise selbst erklärt.
4. Die Zahl, in welcher die Ware feil ist. Die
Bestimmungsgründe dafür sind: a) rein natürliche Verhältnisse
(z. B. beschränkte Menge von Grund und Boden); b) soziale und
rechtliche Verhältnisse (Monopole); c) „in besonders weitem Um-
fange“ aber die Höhe der Produktionskosten. Für
diese finden wir jedoch, wie oben bereits auseinandergesetzt, in
der Böhmschen Theorie keine Erklärung, da sie einerseits durch
den Grenznutzen des Produkts bestimmt wird, andererseits die-—
sen selbst bestimmt.
5) Ib. S. 514 u... 515.
81 Jh. 8, 515.
3 Ib. S. 520.