88 334, 335. — 4. Titel: Draufgabe. BertragSftrafe. Borbemerkungen. 298
06 er durch den Vertrag eine Fürjorge für den Dritten betätigen, Jei e8, daß er Jich von
'ner eigenen Werbindlichteit gegen den Dritten befreien will. .
... Sn 8 335 wird deshalb die Auslegungsregel aufgeltellt, daß der Verfprechens-
Auplänger, fjofern nicht ein andrer Wille der VertragichlieBenden „anzunehmen ijt, die
lung an den Dritten auch dann fordern kann, wenn dem Dritten das Recht auf
N Seiltung zuflebt. Das entfipricht aud der bisherigen gemeinrechtlichen Doktrin und
Norden (Zindicheid, Rand. Bd. 28 316 Note 1; ROSE. Bd. 21 S. 190, 191.) Val.
„11 S. 276, ı
zz Da der Iumulati nipruch des Dritten ein originärer ift (AusiOluß der 109g.
Stelbertretungstben ei Dat DS [11] oben), fo begründet die rechtSfräftige Entjcheidung,
Welche in dem Wrozeife zwiichen dem Promittenten und Promifiar (Verfprechensempfänger)
er üt, dem Dritten gegenüber keine exceptio rei Judicatae, DaSjelbe gilt im
zmge ehrien Fall für das in einem Rrozelje zwijhen dem Begünitigten und dem Schuldner
"Bangene Urteil. NOE. Bd. 54 S. 94, Iur. Wichr. 1903 S. Mn ahadan WEL HR
‚2, Die Erben des BVBeripredjensempfängerS find nicht diejenigen, WE di
Seiitung an den Dritten Be vw Ma Bei ihnen beitebt Teine N aM
De Jie ein eigene8 Sntereffe an diefer Leitung, haben. Regelmäßig wird daher bei Le N =
DericherungSvertrügen ein Recht der Erben des Verficherungsnehmers auf die SS
t Verfidherungsfumme an den Dritten ausgefchlofien fein. Cbenfo ®. 1, 756, D. 50.
R 3. Die Beweislajt dafür, daß ein gegenteiliger Wille anzunehmen iit, trifft den
“Tprehenden, welcher das Forderungsrecht des Empfänger5 N er Dat ' x Dax
) . Solange der Dritte das Recht noch nicht erworben Hat, kann MUL D}
Sttfpregensempfäng er die Aede ausüben. Dies ift von Wichtigkeit im
Aue des Konkurfes über daz Vermögen de8 Verfprechenden. . |
ob{;ic 7 Folgen der Unmöglichkeit der Seijtung: Wird die dem Beriprehenden
un eoende Leiltung dur einen von ihm 3IU vertretenden Umftan?
A dgli, Jo Kann jedenfallg der Dritte, welcher das Recht erworben hat, )
; üubiger den durch die Nichterfüllung entitehenden Schaden erfeßt yerlangen S a % x
u dem Veripbrechenszempfänger wird in diejem Falle ein Erfaßan pruc zugebt io
Gerden mülfen, jeboch nur ein Mair auf Erjaß feines eigenen Sdoden .
0 Band em. 3, Dertmann Bem. 4 zu 5335. Im übrigen vgl. hiezu Bem. 3, C, 8
„A zu S 334.
Dranufgabe. Vertragsfirafe,
Borbemerkungen.
7... einem Bertragsichlufie pflegt nicht jelten der eine Teil dem anderen eine Keal-
Gemeine u bon Geld oder anderen Dingen zu machen, die nicht al3 Schenkung (Handgefhenk)
Zeiti it, fondern als Handageld, Draufgabe mit Beziehung auf den glei:
bei "a Vertrag, die aljo mit diejem in Berbindung jteht. Bon diefer Draufgabe, weldje
data Ngehung eines Vertrages gegeben wird, von der fogenannten arrha pacto perfecto
, Yandeln die folgenden SS 336—388,
Bloße Die Vorjhriften der 88 336—388 find dispofitiver Natur, zum größten Teil
Auslegungsregeln.
$ 325) Wie im gemeinen Rechte (Dernburg, Band. Bd. 2 5 12; indjheid, and. Bd. 2
Conti ift diefe aud nad BSVB. nur ein Zeidhen des VertragZabfhlufie® (arrha
tmatoria), Gbenjo nad) BLR. TL IV cap. 1 8 11 Nr. 1.
nicht a Der Gebrauch de8 gejeglighen Ausdrucks „Draufgabe“ it nicht erforderlich, e8 it
Gebrau ST Oloffen, daß die Barteien auch mit anderen Ausdrücken je nach Sihte und Sprach:
„Stufe dasielhe bezweden, (Bgl. Seuff, Ur. Bd. 90 Mr. 123.) Statt de8 AuSdruces
Beint gabe ‚fommen u. a. die Bezeichnungen Angeld, Arrha, Dinggeld, Haftgeld, Handgeld,
BB auf, Mietstaler (bei Gefindeverträgen) und andere DOT. Die Draufgabe im Sinne des
die % hat lediglich eine deklaratorijche Bedeutung (arrha confirmatoria) d. 9. fie begründet
etmutung, daß der Vertrag bindend abgefchloffen jet, eine Vermutung, die aber
NRierter Titel.