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6 Etablissements für Fabrikation künstlicher Mineralwässer,
21 „ „ „ von Seife,
10 „ „ „ von Chocolade, Zuckerwaaren und
Cichorien,
7 „ ,, Zündwaaren,
5 Spinnereien,
45 Appretur-Anstalten und Färbereien und -
die grossen Kalkwerke von Rüdersdorf,
Bei dieser Zusammenstellung ist die hochentwickelte Web in dus trie Berlins
in Baumwolle, Wolle, Seide und Halbseide, die sehr ausgedehnte Production
von Wäsche und Confectionsartikeln, von Kleidungsstücken, Lederwaaren,
Luxusartikeln u. A. m., die der Wasserfracht nur wenig Frachtobjecte liefern
werden, unberücksichtigt geblieben, vielmelm sind nur alle solche gewerblichen Branchen
aufgenommen worden, deren Rohstoffe, Halb - und Ganzfabrikate bedeutend in s
Gewicht fallen und deshalb den Wassertransport gern benutzen.
In wie weit ferner der Bezug von Nahrungsmitteln aller Art durch
leistungsfähige Wasserstrassen erleichtert wird, beweist die Versorgung von Paris durch
dessen Canäle unmittelbar vor der Einschliessung der Stadt durch die deutschen
Heere im Jahre 1870. Nach dieser Richtung hin kann und wird der Elb-Spree-Canal
für die Versorgung Berlins mit den Consumtions-Artikeln der Haushaltungen an Heiz
materialien, Getreide, Gemüse, Fleisch u. s. w. sehr wohlthätig einwirken.
Besondere Erwähnung verdient noch der wichtige Artikel: böhmische
Braunkohlen. Die Production der böhmischen Braunkohle*) am südlichen Abfall des
Erzgebirges betrug im Jahre 1860 nur erst 341638 Tonnen, 1870 bereits 1795 526
Tonnen und stieg
1874 „ 606 247
1875 „ 611731
1876 „ 533 654
1877 „ 552 005
1878 „ 563 764
1879 „ 592 292
Teplitz-Dux-Komotau-Beckeii
2 699 825 Tonnen
3 566 763 „
3 951 953
4 251908 „
4 411446 „
4 554 022 „
5 109 363 „
Elbogen-Falkenauer Becken
im Jahre 1873 auf 448 817 Tonnen
11
11
11
11
Zusammen
3 148 642 Tonnen
4163 010
4 563 684
4 785 572 „
4 963 451
5 117 786 „
5 701 655 „
Das Absatzgebiet der Duxer Braunkohle erstreckt sich bereits bis:
Wien,
Innsbruck,
München,
Lindau,
Winterthur,
Zürich,
Gonstanz,
Stuttgart,
Mülhausen i. E.,
Colmar,
Marburg i. H.,
Cassel,
Hannover,
Braunschweig,
Hamburg,
Lübeck,
Rostock,
Stralsund,
Stettin,
Posen,
Liegnitz,
Hirschberg i. S.,
Brünn,
Pressburg,
während die böhmische Braunkohle vor 10 Jahren kaum über Erfurt, Nordhausen,
Magdeburg, Berlin, Cottbus, Löbau, Zittau und selbst in Böhmen über Jungbunzlau
und Pardubitz hinaus gekannt war.
*) Anmerk. Pechar, Kohlen und Eisen (Berlin, Jul. Springer 1878). — Pechar, Studien über
Auslandstarife (Prag, Dominicus 1878). — Statistik des Böhmischen Braunkohlen-Verkehrs (Dresden,
George Gilbers).