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sich zahlreiche gröbere und kleinere Niederlassungen Hochdeutscher.
Besonders dicht wohnen die Deutschen zwischen den Städten
Papa und Veszpriem, sowie um Budapest herum auf der
rechten Donauseite. In der Hauptstadt selbst zählte man
118,607 Deutsche, gegen 45 Prozent.
3. Die Deutschen im Donau-Drau-Winkel. von
Es sek bis Földvar, an der rechten Seite der Donau entlang.
Nach ihren Bewohnern heißt diese Gegend die „schwäbische
Türkei". Im Komitate To ln a sind 32.2 Prozent, im Ko-
mitate Baranya gegen 34,5 Prozent der Bevölkerung
Deutsche. In letztgenanntem Komitate zählt man 278 deutsche
Ortschaften. Die Stadt F ü n s k i r ch e n, in welcher eine deutsche
Zeitung erscheint, wird zum großen Theile, die innere Stadt
vorwiegend von Deutschen bewohnt. In dieser ganzen Gegend
wohnen mindestens 177,000 Deutsche.
4. Die Schwaben in der Bacska, dem fruchtbaren
Landstrich, der südlich und westlich von der Donau, östlich von
der Theiß begrenzt wird. Diese Ansiedelungen ziehen sich etwa
von Neusatz bis nahe an Kalocsa hin. Sie dürften gegen
180,000 deutsche Bewohner zählen.
5. Die Deutschen in Kroatien. Slavonien und
der Militärgrenze. Von der Bacska aus erstreckt sich
eine Reihe deutscher Niederlassungen über fast ganz Slavo
nien bis nach Kroatien hinein und über die Komitate der
Militärgrenze, namentlich die Komitate V e r ö s z e (14.7
Prozent Deutsche), Syrmien (17,3 Prozent) und Peter-
w a r d e i u (14,3 Prozent). In Kroatien, Slavonien und der
Militärgrenze zählt man 84,034 Deutsche. Von den Städ
ten des Landes bewohnen sie namentlich Agram, Cszek und
V arasdin.