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den Danziger Mittelpreis. Der tiefste Stand (193,70) findet sich im
Februar, im Juni war erst der Satz von 206,50 Mark erreicht, dann
aber trat eine rasche Steigerung ein: im Juli auf 215,40, im August
auf 225,00, im September auf 242.40. Es war also jetzt nicht nur
der Danziger, sondern auch der Berliner Preis erheblich überholt.
Doch trat auch die rückläufige Bewegung rascher ein, so dass der
Durchschnittspreis des December wieder auf 206,92, also unter dem
Danziger stand.
Wir sehen also, was sich auch in anderen Jahren wiederholt,
dass bei ungünstigen Ernteverhältnissen die englische Nachfrage
vor allen anderen intensiv auf den Weltmarkt ein wirkt, den Preis
rasch in eine bedeutende Höhe treibt, dann aber auch wieder rasch
nachlässt. In jener kurzen Periode der Anspannung kann es Vor
kommen, dass der deutsche Weizenpreis trotz des Zolles den Frei-
handeispreis nur wenig überschreitet oder sogar nicht erreicht. Es
begreift sich dies, wenn man bedenkt, dass England an Weizen und
Weizenmehl oft in einem Monat mehr einführt, als Deutschland in
einem Jahre.
Im Jahre 1882 war die Ernte in Deutschland befriedigend, in
Russland, Ungarn und den Vereinigten Staaten sogar sehr günstig
und der Weizenpreis ging daher von August an rasch abwärts.
Wir stellen hier nur die Januar- und Decemberpreise nebst
den höchsten Monatsdurchschnitten (mit Zahlenbezeichnung des
Monats) und den Jahresdurchschnitten zusammen.
Monat (1882) Danzig Berlin
Januar .... 214,00 219,00
Höchster Mon.-Pr. 214,0(1) 228,7(4)
December . . . 170,38 176,25
Jahresdurchschnitt 196 30 204,20
Köln Mannheim England
241,25 255,90 211,56
261,9(7) 255,»(1) 232,0 (g)
195,oo 215,30 191,20
226,90 2 3 7,48 2 09,26
Der Preisrückgang am Jahresende ist also an den deutschen
Plätzen trotz des Zolles erheblich grösser als in England, wo auch
das Jahresmittel nicht nur über dem Danziger, sondern auch über
dem Berliner Durchschnitt bleibt. Es erklärt sich dies durch die
bedeutende Steigerung der Einfuhr nach Deutschland, die nur in
der ersten Jahreshälfte durch das noch vorhandene Deckungsbedürf-
niss gerechtfertigt war. Sie betrug im Januar 101 Mill. Kilo, be
wegte sich in den folgenden Monaten bis Juni einschliesslich zwischen