Full text: Die Wirkung der Getreidezölle

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war, so ist dies ohne Zweifel hauptsächlich durch die Zollerhebung" 
verursacht. Da aber andererseits der unverzollte Weizen in Danzig 
seit Januar noch mehr, nämlich 27,44 Mark, nachgegeben hatte, so 
darf man daraus wieder auf eine theilweise Abwälzung des Zolles 
auf das Ausland schliessen. Es folge nun auch noch die entsprechende 
Tabelle für das Jahr 1888: 
Monat (1888) 
Januar 
Februar 
März . 
April . 
Mai . 
Juni . 
Juli . 
August 
September 
October . 
November 
December 
Danzig 
124,8 5 
124.8 5 
124.9 2 
130,7 8 
130,20 
126,18 
128,54 
141,52 
151,68 
153,4, 
146,12 
138.9 6 
Berlin 
162,62 
161.05 
161,22 
169.87 
174,50 
166,53 
165.88 
172,,7 
183.5 4 
187,42 
187,27 
176,8 3 
Köln 
172,37 
172,40 
171.50 
1 ( 4,50 
187.90 
188,12 
1 ! 3,62 
183.90 
183,25 
187,20 
191.50 
190,8 3 
Mannheim 
196,20 
195.00 
195,50 
195.90 
200,3 o 
198,60 
197,43 
210.0 0 
217,80 
223,30 
223.90 
220,, 0 
Einfuhr 
30,1 
10.5 
9,1 
11,0 
23,9 
28,0 
27.0 
25.4 
34.6 
38.4 
54.0 
38.7 
Für England benutzen wir zum Vergleiche die Durchschnitts 
preise aus der ersten Woche eines jeden Monats. Im Januar stand 
dieser Preis auf 145,00, in den folgenden Monaten ging er etwas 
zurück, hob sich dann aber im August auf 156,18 und im September 
auf 178,16. Aber schon in der ersten Octoberwoche war der Preis 
wieder auf 141,98 gesunken und die vierte Decemberwoche weist 
nur die wenig höhere Ziffer 142,30 auf. Dagegen war Berlin von 
Januar bis December um 14,21, Köln um 18,46, Mannheim um 
23,90 Mark gestiegen, und im Vergleich mit October 1887, dem 
letzten vollen Monat vor der Zollerhöhung, standen die December- 
preise der drei genannten Plätze um bezw. 26,83 Mark, 31,33 Mark 
und 37,10 Mark höher, während die entsprechende Differenz der 
englischen Preise nur 8,95 Mark beträgt. 
Was übrigens speciell die Weizenpreise am Londoner Getreide 
markt (Mark Lane) betrifft, so sind dieselben nach den Qualitäten 
sehr verschieden. Der dort in den Handel kommende englische 
Weizen hat in der Regel ein höheres Qualitätsgewicht, als das für 
den allgemeinen Durchschnitt der Marktorte angenommene (s. o.), 
nämlich 63 engl. Pf. auf das Bushel oder 4V2 engl. Ctr. auf das
	        
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