Object: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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OESTERREICH. — Finanzen (Budget). 
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Bedarf davon aasterordentl. 
319’244,S2fl 57’4SS,.591 
12’7GT,S7li 
7’S73,477 
3’010.112 
3’SS2,131 
499,<97 
147,77S 
21,195 
7’352 
17’091,2S5 
1’7S7,4G6 
lastung 7’583,5G6, Pensionen etc. Il’UJ 2,693, 
— Zinsen der Staatsschuld 114’5O3,9S0, Til 
gung 41’430,143, — Betrieb der Staatsanstal 
ten etc. 53’50S,274 [dabei: Erhebung der Ver 
zehrungssteuer 2’077,3Ü3, des Zolls 1N92,022, 
Salz, sammt Ih-oductionspreis 6’S32,517, Tabak 
ditto 30’049,344, Lotto 11’5S7,33G] ; — Verwal- . 
tung der Staatsgüter 6’4G5,74G, der Forsten 
8’758,SGG, der confise. Güter 388,G28, der Fa 
briken 1’530,810, der Bergwerke 30’583,050, 
des Münzwesens 1G’535,G33 
■ Minist, f. Handel u. Volkswirthschaft (dabei: 
Post 9’79G,832, Telegr. 2’3G3,54G) .... 
13. Minist, der Justiz 
1 e' d. Polizei (dabei : PolizeiwacheSo3,G31) 
13. Controlbehörden (darunter : Militärrechnungs- 
Depart. 1/105,450) 
IG. Kriegsminist, (dav. 5’300,000 zur Xachschaf- 
fung von‘Waffen) IOG’841,140 
1 Marineminist, (dav. 1’33G,S69 f. d. Häfen etc.) 9’599,305 
Zusammen (437’491,559 im ord. Etat) Fir520’754,348 83’2G2,7M 
P'ür den ganzen Zeitraum von 14 Monaten (1. Xov. 1S63 bis 31. 
Dec. 1864) stellt sich übrigens die Einnahme auf 569 5 17,335, der Be 
darf auf 614’260,059 Fl. 
Zu »Einnahmen.« Es sind nicht mehr blos die Netto-, sondern die 
Brutto - Summen vorgetragen, was nur zu billigen ist. Rechnen wir die 
Betriebs- und Erhebungskosten mit 123’465,651, dann die von Ver- 
äusserungen herrührenden Beträge mit 20’629,8l0 ab, so stellt sich die 
tein-Einnahme auf 344’357,614 p'l. Beseitigen wir die nicht zu quali- 
ficirenden Posten, so liefern ungefähr; 
das unmittelb. Staatseigenthum 12’84G,000 = 3,75 Proc 
die directen Steuern .... 133’757,000 = 39,04 - 
die indirecten Auflagen . . ._195’998.000 = G7,21 - 
342’G017ooo = 7(70,00" - 
Ebenso wie in England und Frankreich ftlllt hier der geringe Ertrag der 
Domänen auf. Vieles ward früher verschleudert; noch mehr im Drange 
er Neuzeit verkauft. Dazu kommt eine unzweckmässige Bewirthschaf- 
rimg des Vorhandenen. *) Das Besteuerungs wesen ist gleichfalls in 
vielen Beziehungen übel. Man war genöthigt, die directen und indi- 
^ecten Steuern möglichst in die Höhe zu treiben ; dessen ungeachtet 
konnte man nicht einmal annähernd eine Ausgleichung mit dem Bedarfe 
erzielen. Viele Auflagen treffen die nothwendigsten Lebensbedürfnisse : 
ro , Pleisch, Salz. — In den 16 Jahren 1845—60 sind allerdings die 
er entliehen Einnahmen um 137, es sind daneben aber die ordentlichen 
usgaben um 191 Mill, gewachsen. Da die Bevölkerung des Steuer- 
ezirks 184 5 nur 22% Mill. Menschen betrug, so hätte man, nach den 
starken Erhöhungen der Steuern und nachdem Ungarn dem östeiTei- 
7 einer Angabe sollen die Staatsdomänen noch eine Ausdehnung 
on )) 120,332 Joch besitzen; sie haben aber in den Jahren 1852—Gl durchschn. 
nur 3 oG8,000 fl. ertragen. Ihr Werth wird auf 24G Mill. fl. geschätzt. — Die 
allein umfassen zufolge einer Vorlage an den Reienstag vom 1. Oct. 
ï'G3 4 145,700 Joch ; jene Schätzung ist also offenbar zu niedrig.
	        
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