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im eigenen Heim wohler zu fühen, als irgendwo sonst. Alle
Mittel, die dazu beitragen, ihm diese Erziehung zuteil werden
zu lassen, sind für die Lösung der Wohnungsfrage von großer
Bedeutung. Unter den einzelnen Mietern der Genossenschafts
häuser wird sich ein reger Wetteifer entwickeln, die Wohnung,
welche man als Eigentum betrachten kann, in gutem Stand
zu halten. Da jede Familie für sich eine abgeschlossene
Wohnung inne hat, und da After Vermietung ausgeschlossen
ist, sind die äußeren Bedingungen dafür gegeben, daß sich
ein gesundes Familienleben entwickeln kann. Die Gesundheit
des Familienlebens ist aber die notwendige Voraussetzung
für die Gesundheit alles höheren Kulturlebens und somit auch
die erste Voraussetzung für eine vernünftige Befriedigung des
Wohnungsbedürfnisses. Es liegen hier mannigfache wechsel
seitige Wirkungen vor, die sich nicht leicht theoretisch
sondern lassen, die aber von allen denjenigen, welche sich für
die Wohnungsfrage interessieren, beachtet werden müssen.
Das genossenschaftliche Leben innerhalb der einzelnen
Ansiedlungen, das in sogenannten Hausgenossenschaften
organisiert ist, ist auch imstande, einen gedeihlichen erzieh
lichen Einfluß in der oben bezeichneten Richtung auszuüben.
Es kommt häufig vor, daß die Frauen aus dem Arbeiter
stande nicht eine ausreichende hauswirtschaftliche Bildung
besitzen, um einen Haushalt in ordentlicher Weise führen zu
können. Es wird den jungen Mädchen, die in früher Jugend
schon erwerbstätig sein müssen, nicht die Gelegenheit geboten,
sich derartige Kenntnisse und Erfahrungen zu verschaffen.
Für den Arbeiter, der über sehr beschränkte Mittel verfügt,
ist aber eine vernünftige und sparsame Haushaltung eine
Lebensfrage. Eine Frau, die dazu nicht imstande ist, wird,
besonders wenn die Familie sich vergrößert, leicht den wirt
schaftlichen Ruin herbeiführen. Da ist es nun wichtig, daß
innerhalb der Hausgenossenschaft die Frauen ihre Erfahrungen
austauschen können, und daß die ungeschulten von den er
fahrenen Rat und Anweisung erhalten können. Eine große
Erleichterung für die Haushaltsführung ist es auch, daß
innerhalb der einzelnen Ansiedlungen die gemeinsame Be
schaffung von Brennmaterialien und Lebensrnitteln durch
geführt ist. Es fragt sich, ob in derselben Weise nicht inner