fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Die Herrschaft der Hausindustrie. 555 
ben.!) Dazu kam ein Verbot des Trucks durch ein Gesetz 
von 4, Eduard IV. c. 1 $ V (1464). Man opponirte gegen diese 
Gesetze, welche einen grösseren Betrieb unmöglich machten. 
1737 wurde gegen den Unfug petitionirt, dass in Tari- 
stock Wollhändler Wolle an arme Leute ausgaben, die aus 
dem Pfund Wolle mehr Garn als erlaubt war, spannen und 
für ihr schlechtes, den Ruf der Waare im Ausland gefährden- 
des Product mit Truck bezahlt wurden.?) 
Im Februar 17843) bitten Manufacturisten aus Suffolk 
um Parlamentshülfe zur Bildung eines Committees, welches 
ähnlich wie in York die Verfolgung von Materialunterschlag- 
ungen betreiben solle: woraus sich die Herrschaft der Hausin- 
dustrie ergiebt, Im folgenden *) Jahre petitionirten Manufactu- 
risten aus Huntingdon mit Erfolg in gleicher Richtung. 
Nicht erst 1802 und 18038, sondern schon 17945) wehrten 
sich die Tuchmacher in York gegen die Kaufleute; die sich 
zu Fabrikanten entwickelten und längst übermächtig waren. 
Das oben erwähnte Gesetz von Philipp and Maria selbst 
hatte den ausgesprochenen Zweck, den kleinen Handwerker 
gegen die Uebermacht des grösseren Capitals zu schützen, 
welche also schon damals die Selbständigkeit des Handwerks 
bedrohte.‘) Es handelte sich namentlich um die Tuchindustrie 
in Halifax; welche schon im Anfang des 16. Jahrhunderts in 
starkem Aufschwung stand und damals in der That von eigent- 
1) Dieses Gesetz galt aber nicht für York, Cumberland, Northumber- 
land und Westmoreland. 
2) Journals Vol. 23 S. 89. 
3) Journals Vol. 39, 16. Febr. 1784. 
%$ Journals Vol. 40, 8. März 1785. 
5) Journals Vol. 49, 8. April 1794. 
%) Die Eingangsworte des Gesetzes lauten: „Da die reichen Tuch- 
händler die Weber unterdrücken, indem einige in ihren Häusern verschie- 
dene Webestühle halten und an denselben Tagelöhner und ungelernte 
Leute arbeiten lassen, andere die Webestühle an sich kaufen 
und für die Verleihung derselben einen so unbilligen Zins 
fordern, dass die armen Handwerker nicht im Stande sind, weder sich 
noch ihre Weiber und Kinder dabei zu erhalten, und noch andere weit 
weniger Arbeitslohn bezahlen als vordem etc.“
	        
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