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I. Buch. Production und Consumtion.
gehandelt worden ist, 511 ungehinderter Wirkung gelangt sein würde, indem
gewisse der Erde hauptsächlich von Menschenhand zugefügte Nachtheile nur
durch die heilsamen Folgen dieser Erfindungen gut gemacht wurden. Bon
solchen Nachtheilen haben wir hauptsächlich die folgenden vier Arten an
zuführen : .
1. Die Erschöpfung des Bodens durch den Ackerbau, indem
nämlich dem Boden häufig mehr Stoffe entzogen werden als ihm wieder
zufließen. Ein solcher Raubbau wird gewöhnlich, wie er eine Ursache der
Armut ist, durch die Dürftigkeit derjenigen, die ihn treiben, verschuldet.
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Pächtern der Fall, die sich in der elendesten Lage befanden, weil ihnen jeder-
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Viehstandes und treibt der Mangel an Holz die Eingebornen dazu, den Mist
als Feuerungsmaterial zu benutzen, so daß der Boden mehr mid mehr er
schöpft wird. In allen solchen Fällen müffen also außer den technischeii
Verbessernngen auch solche socialer und unter Umständen auch moralischer Art
in Anwendung kommen.
Gegen eine sich wahrnehmbar machende Bodenerschöpfung sind übrigens
nicht nur die künstlichen Ersatzmittel für die dem Boden entzogenen Stoffe,
sondern auch angemessene Zeiten der Ruhe, wie sie unsere Vorfahren ihm in
so reichem Maße gewährten, in Anwendung zu bringen.
2. Das Aufbrauchen des Mineralreichthums. In dieser
Hinsicht wird freilich besonders reichlich für Ersatz gesorgt. Obgleich ein
Bergwerk nach dem andern erschöpft wird und die altberühmten Minen
von den Silberbergwerken Attikas an bis zu den Zinnlagern von Corn
wall ihre Bedeutung verloren haben, so war dennoch die Erde infolge
der Entdeckung neuer Mineralschätze sowie neuer Förderungsmethoden und
neuer Verwendungsarten für die gewonnenen Producte in dieser Hinsicht
nie so gut versorgt, als das heutzutage der Fall ist. Freilich sind die
verschiedenen Nationen und Länder hierin durchaus nicht gleich günstig ge
stellt. Der gewaltige Reichthum, welchen England in seinen Kohlenfeldern,
Rußland und die Vereinigten Staaten an Petroleumquellen und Chile in
seinen Nitratlagern besitzt, ist möglicherweise in verhältnißmäßig naher Zu
kunft erschöpft. .. . h
3. Die Ausrottung oder die Verminderung nützlicher uno
die Ausbreitung schädlicher Thiere und Gewächse, wobei dst
letztere oftmals eine Folge der erstem ist. So ist z. B. die Seekuh gänzst«
ausgerottet, unb ^at fi# bie 3# ber Balroffe, ber Seeottern, ber W
und der Visone sowie verschiedener Arten von Vögeln in bedenklicher Weist