Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

8.  Kap.  Gemünztes  Geld  und  Münzzeichen.

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des  Goldwerthes,  nämlich  in  den  Veränderungen  der  Productionserhältnisse,
  zu  suchen  ist.  Man  nehme  die  verschiedenen  Waren,  über  welche
bŗ  Londoner  Economist  seine  vergleichenden  Preiszusammenstellungen  gibt,
Ş'ņe  nach  der  andern  her,  und  man  wird  sich  überzeugen,  daß  sich  nicht
hinder  bei  deni  Getreide  wie  bei  dem  Eisen,  bei  der  Seide  wie  bei  dem
"bfer,  also  bei  den  verschiedensten  Gegenständen  die  Productionsbedingungen
geändert  und  die  Herstellungskosten  so  verbilligt  haben,  daß  eine  Preisermäßigung ­
  eintreten  mußte.  Es  fand  aber  nicht  allein  eine  Verminderung  der
^^eugungskosten  statt.  Auch  die  Transportkosten  sanken,  die  Telegraphenn
  Postverbindungen  vervollkommneten  sich,  und  es  vollzog  sich  auch  eine
^organisation  des  Handels,  welche  eine  Menge  von  Mittelspersonen,  von
tà^ìşşionären  u.  s.  w.  überflüssig  inachte.  Vor  allem  ist  aber  das  so  bein ­
  X  ^  Şinken  des  Zinsfußes  in  Betracht  zu  ziehen,  welches  selbstredend
dem  ^şEkn  Richtung  wirkte.  Dazu  kommt  noch  der  Umstand,  daß  seit
vom  ^ re  1871  '  à  russisch-türkischen  Krieg  von  1877—1878  ausge-^
  mm,  keine  Kriege  geführt  wurden,  die  sich  mit  dem  Krimkriege,  den
Tec^sîì  ^ahre  1859,  1866,  1870—1871  oder  mit  dem  amerikanischen
Ņ  dfllonvkriege  vergleichen  ließen,  daß  somit  eine  weitere  Ursache  höherer
wegfiel.
lach  ^  Anbetracht  aller  dieser  Uinstände  vermag  der  Hinweis  auf  die  Thatbine
  Verminderung  der  Goldproduction  nach  dem  Jahre  1877  alleriachģ^
  şioìîgefunden  hat,  nicht  davon  zu  überzeugen,  daß  die  wesentliche  Ur-^
  Pŗeisfalls  in  dieser  Verminderung  und  in  dem  durch  das  Abgehen
ļauş  n  Doppelwährung  veranlaßten  Mangel  an  einer  genügenden  Menge  umtvgx^bn
  Geldes  zu  suchen  wäre.  Die  Verminderung  der  Goldproduction
Mein  nicht  einmal  eine  allzu  bedeutende.
^ahr^'  wurden  in  den  folgenden  fünfjährigen  Perioden  durchschnittlich  per
au  Kilogrammen  Gold  gewonnen:

Jahre.
1851—1855
1 858—1860
1.861—1865
1866—1870

kg  Gold.
199  388
201  750
185  057
195  026

Jahre.
1871—1875
1876-1880
1881—1885
1886—1890

kg  Gold.
173  904
172  414
149  137
174  472.

bucf  Ņà  hätte  eine  derartige  Abnahme  des  Jahreserträgnisses  der  Goldproìoņ
  eine  so  beträchtliche  Preisherabsetzung  bewirken  können,  wie  sie  in  der
ins  A  'êlfach  stattfand?  Man  kann  das  nicht  annehmen,  wenn  man  sich
crbge  ruft,  daß  die  schon  vorhandenen  Goldvorräthe,  einige  Verluste
inun'^ņļî'  nach  wie  vor  verfügbar  bleiben  und  dank  den  verbesserten  Comih^ņ^îìonsmitteln
  schneller  und  sicherer  circuliren  als  früher.  Durch  diesen
beschleunigten  Umlauf  erfüllen  sie  ihren  Zweck  in  höherem  Maße  und
            
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