Object : Die Volkswirthschaftslehre

§  55.  Arbeit.

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immer  mehr  auf  die  noch  nicht  oder  nicht  mehr  Arbeitsfähigen
einschränkt,  dei  denen  jette  entweder  in  der  Zukunft  nachfolgen
kaun  oder  in  der  Vergangenheit  vorausgegangen  ist.  Gewerbsmäßig ­
  Armuth,  Leben  vom  bloßen  Raube  ?c.  wird  nach  und  nach
unmöglicher.
In  civilisirten  Ländern  werden  durchschnittlich  etwas  mehr
Knaben  als  Mädchen  geboren,  tvas  sich  jedoch  bis  zu  den  Reifejahren
  durch  größere  Sterblichkeit  ersterer  nahezu  ausgleicht.  Das
schwächere  weibliche  Geschlecht  überwiegt  daher  nur  dann  beträchtlicher, ­
  wenn  die  Anzahl  der  Männer  fortwährend  durch
Berufsgeführlichkeitcn  und  Auswanderung  erheblich  vermindert
wird.  Ferner  Pflegt  die.  arbeitsfähigste  Altersklasse  den  minder
arbeitsfähigen  Altersklassen  gegenüber  um  so  stärker  vertreten  zu
sein,  je  weniger  später  noch  die  Reihen  der  völlig  Erwachsenen
zufolge  das  Leben  gefährdender  allgemeiner  Unsicherheit  oder  der
Gesundheitswidrigkeit  ihrer  eigenen  Lebensweise  gerade  während
der  rüstigsten  Lebensjahre  vorzeitig  gelichtet  werden,  und  je  mehr
schließlich  deren  Anzahl  diejenige  der  erst  Heranwachsenden  übertrifft.
Uebrigens  bleibt  die  Arbeitstüchtigkeit  dauernd  nicht  blos
bei  in  verschiedenen  Arbeitsztveigen  Beschäftigten  je  nach  den
sich  dabei  für  die  Heranbildung  jener  ergebenden  Bedingungelt,
sondern  auch  nationenweise  je  nach  nationalen  Eigenartigkeiten ­
  mannigfach  ungleich.
In  einigen  Arbeitszweigen  herrscht  regelmäßig  mehr  Arbeitstüchtigkeit ­
  als  in  anderen,  zumal  schon  die  Art  der  Arbeit  selbst,
z.  B.  die  in  einer  Maschinenbauwerkstätte  und  die  seitens  eines
SchariverksmaurerS  zu  leistende,  die  Aneignung  hierzu  hinführender ­
  Gewohnheiten  theils  besonders  begünstigt,  theils  ungemein ­
  erschwert,  und  manchen  Arbeiten  sich  ohnehin  nur  begabtere
Persönlichkeiten  mit  Erfolg  zuwenden  können.
Natioueinveise  ist  die  Arbeitsamkeit  verschiedenartig  entwickelt,
>veil  die  eigenartige  Veranlagung  der  Völker  sich  in  deren  Arbeitsweise, ­
  eigenthümlichen  Geschicklichkeitsrichtung  ?c.  wiederspiegelt,
und  den  zeitigeren  Aufschwrmg  zu  hervorragenden  Arbeitsleistungen
entweder  fördert  oder  beeinträchtigt.
Die  verhültnißmnßige  Größe  der  einem  Volke  zueigen
gewordenen  Arbeitskraft  läßt  sich  aber  freilich  nie  unmittelbar
            
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