Full text : Lexikon der Handelsgeographie

BllinnnHHÈnnHHnHHHHnHi

Niedeàitdc  (Finanzen).

343

neu  Flaggen  waren  dabei  folgcnderinaßcn
beteiligt:  die  badische  mit  233  Schiffen,
bayrische  mit  270,  hessische  mit  210,
Preußische  mit  5675,  niederländische  mit
■12,702,  belgische  mit  316,  englische  mit
37  Schiffen.  Vorarbeiten  zur  Verbesserung
der  Kanäle  und  zur  Korrektion  der  Wasserstraße ­
  von  Rotterdam  in  die  See  u,:b  Verhandlungen ­
  bctreffsübcrlassnng  desNordseckanals
  an  den  Staat  wurden  1876  in
Gang  gesetzt.  —  Die  Länge  der  Eisenbahnen ­
  betrug  l.Jan.  1880:1930km;
davon  Staatsbahncn  914  km,  Privatbahncn
  1016  km.  Bis  Ende  1880  zu  eröffnen ­
  waren  weitere  Staatsbahnstrecken
Vonzusaminen297km,  so  daß  dasStaatseisenbahnnetz
  eine  Länge  von  1210  km
haben  wird.  Die  Anlagekosten  für  die
neuen  Strecken  sind  alls  22,127,200  Mk.
festgesetzt.  DiePost  (das  Königreich  gehört
mit  Kolonien  zum  Weltpostverein)  beförderte ­
  1879  in  1290  Postämtern  42,039,163
interne  und  12,693,123  ausländische  Privatbriefe ­
  ,  14,202,277  Korrespondenzkarten, ­
  zusammen  also  68,934,563  Briefpostscndungen,
  und  34,858.81OZcitnngcn  und
Drucksachen.  Die  Einnahmen  bezifferten
sich  auf  6,567,748  Mk.,  die  Ausgäbet:  auf
4,697,822  m.  &ic2m:ncbci:@t(iatötelegraphenlinien
  war  1.  Jan.  1880:
Liniei:  3761  km,  Drähte  13,654,7  km
mit  185  Staatstelegraphenämtern,  zu
denen  noch  201  Telegraphenämter  der
Gesellschaften  kaincn.  Befördert  wllrdcn
2,704,794  Depeschen,  davon  1,766,062
interne,  917,191  internationale,  21,541
Staats  -  lind  gebührenfreie  Depeschen.
Einnähn,ei:  1,568,901  Mk.,  Ausgaben
2,398,297  Mk.  Die  tlnterirdischen  Linien
hatten  71  km  Länge  mit  712  km  Leitungen, ­
  die  unterseeischen  356  km  mit  475
km  Drähten.
Die  Handelsflotte  hatte  1.  Jan.
1880  einen  Bestand  von  1120  Schiffen
voi:  339,154  Ton.,  darunter  ^Dampfer
von  56  578  T.  Die  niederlandrsche  Flotte
nimmt  ßetio  &u,  W)  ^
Schiffe  nicht  in  Holland  selbst  gebaut
(1879:24eßc^c^%ņubl$)an%m,,
inländischen,  11  Segelschiffe  «lib  6  Dampfer ­
  auf  ausländischen  Werften),  nalilentlich
  seitdem  eiserire  Schiffskörper:n  Anwendung ­

  gekommen  sind.  —  Schiffsverkehr. ­
  Während  sich  der  Tonnengehalt  der
ein-  u.  ausklarierten  beladene,:  Fahrzeuge
185Oaufl,8O2,3O6Ton.bezifferte,  erreichte
bleibe  1879:  4,980,404%.
thäügkeit  stieg  denrnach  aus  das  Dreifache.
An  diesem  Aufschwung  hat  sich  die  niederländische ­
  Flagge  aber  weniger  beteiligt  als
die  ausländische,  da  sie  ihre  Handelsthätigkeit ­
  nur  un:  dasDoppclte  erhöhte.  1878
liefe::  8052  @#fe  no,:  8,802,226  %on.
du,  8020  wo::  8,820,050%.  w:8;
von  den  letzter,:  waren  3529  englische
von  4,401,975  T.,  2574  niederländische
von  2,587,205  T.,  678  norwegische  von
641,827  T.,  652  deutsche  von  546,601  T.
—  Dampferlinien  bestehen:  zwischen
Rotterdam  und  New  Pork  (14—15  Tage)
durch  die  Niederl.-Amerikan.  Dampfschisffahrtsgesellschaft;
  zwischen  Nieuwediep  und
Batavia  (einmal  monatlich)  via  Suczkanal
  durch  die  Stoomboot  Maatschappij,
unterstützt  durch  die  Regierung  mit  3
Schiffen  von  3500  Ton.  und  400  Pferdekräften; ­
  zwischen  Rotterdam  und  Java
(Sainara,rg,  Surabaya)  durch  die  Eommercial
  Steamship  Co.  einmal  monatlich
ebenfalls  via  Suezkanal;  ferner  die  Dampfschiffgcsellschaft
  Nederland,  Rotterda,ner
Lloyd,NiedcrläiidischeDampfschisfrcederei,
auf  Maas  und  Rhein  die  Maas-Dampfschiffgesellschaft.

IV.  Finanzen,  Kreditwesen  re.
Die  Anstrengungen,  welche  die  N.  machten, ­
  um  Belgici:,  das  sich  1830  frei  machte,
zu  unterwerfen,  überhäuften  das  Land
mit  Schulden.  Indes  flössen  aus  den  indischen ­
  Kolonien  so  bedeutende  Summen
zu  (1852—77  nicht  weniger  als  991  Mill.
Mk.),  daß  nicht  allein  viel  von  den  Schulden ­
  (730  Mill.)  getilgt,  sondern  auch  bedeutende ­
  Summen  zu  Eisenbahnbauten
u.  a.  verwandt  werden  konnten.  Der  Krieg
mit  Atschin,  welcher  1874—77  schon  153
Mill.  Mk.  verschlungen  hatte,  hat  allerdings ­
  die  Finanzlage  erheblich  erschwert.
Staatshaushalt.  Die  Einnahmen
bestehen  vornehmlich  in  der  Accise,  namentlich ­
  auf  Spirituosen.  Für  die  abgeschafften ­
  Lokalaccisen  zahlt  die  Regierung
den  Gemeinden  jährlich  eine  Summe
(1880:  14,514,600  m.).  S)ie  ©teat*;
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.