Full text : Preußisches Landbuch

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Aachener  Arbeiter-Pensions-Kaffe,
seit  1852  von  dem  dortigen  Verein  zur  Beförderung  der  Arbeitsamkeit
errichtet,  damit  Arbeiter  gegen  Zahlung  jährlicher  Einlagen  sich  Pensionen ­
  für  das  spätere  Alter  sichern  können.  Ende  1862  betrugen
sämmtliche  Einzahlungen  13774,  die  erworbenen  Pensionen  3047,  die
wirklich  gezahlten  Pensionen  1276  Thaler.  Der  Pensions-Fonds  belief
sich  Ende  August  1862  auf  17409  Thaler.
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cv  ,  f on r  Aachener  FeuerversicherimgS-Gesellschaft,
un  Jahre  1825  als  solche  errichtet,  später  als  „Aachen  und  Münchener
K-ucr°-rsich-rm,gS-<H°ftllschaft"  f°rtg-sahrļ;'  jctzig-s  W-n-K°pi,°>
3  Millionen  Thaler;  Versicherungs-Summe  1862  im  Inlande  524,
im  Auslande  425  Mill.  Thaler.  Die  Hälfte  des  -reinen  Gewinns,
welcher  auf  die  Aktionaire  fallen  würde,  ist  statutenmäßig  zu  wohlthätigen ­
  und  g  cincin  nütz  igelt  Zwecken  bestimmt,  linter  die  hieher  gehörigen
zahlreichen  Verwendungen  (vgl.  Kinderbcwahr-Anstalten,  Speise-Anstalt, ­
  Polytechnische  Schule)  gehört  auch  ein  bei  der  Rheinischen  Fricdrich-Wilhelms-Universität
  fundirles  Stipendien-Kapital,  das  im  Jahre  1862
sich  auf  2150  Thaler  belief.

Aachener  Verein  zur  Beförderung  der  Arbeitsamkeit,
von  der  Aachener  Feuerversicherungs-Gesellschaft  1834  begründet,  bezweckt ­
  derselbe,  durch  Beförderung  der  Arbeitsamkeit  unter  der  ärmeren
Volksklasse  und  durch  Herbeiführung  von  Gelegenheiten  zur  Erwerbung
ihres  Unterhalts  eine  Ouelle  der  Armuth  zu  verstopfen,  Bettelei  und
Hülfsbedürftigkeit  in  Abnahme  zu  bringen,  die  Kinder  der  geringeren
Volksklaffe,  bei  moralischer  Erziehung,  zur  Arbeit  anzuhalten,  ihnen
Nebe  zu  derselben  beizubringen  und  sie  dadurch  geschickt  und  geneigt
zu  machen,  sich  ihr  Brot  aus  ehrliche  Weise  zu  erwerben.  Mitglieder
des  Vereins  sind  a)  alle  im  Regierungsbezirk  Aachen  wohnenden  Aktionaire ­
  der  Feuerversicherungs-Gesellschaft,  1,)  alle  Bewohner  des  Regierungsbezirks, ­
  welche  bei  dieser  Gesellschaft  mindestens  den  Kapitalwerth
  von  12000  Thlr.  versichert  haben,  c)  alle  im  Regierungsbezirk
Wohnende,  welche  wenigstens  4  Thlr.  Beitrag  jährlich  zahlen,  ck)  die
Ehren-Mitglieder.  Die  Fonds  der  Gesellschaft  bestehen  außer  diesen
Beiträgen,  etwaigen  Schenkungen,  Vermächtnissen  rc.  hauptsächlich  in  dem
Preuß.  Landbu».  1
            
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