Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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bedächtig  verfahren  und  zu  wenig  von  den  Antrieben  der  Phantasie ­
  bewegt  worden,  um  gleich  einem  Quesnay  die  Welt  mit
einem  grossen  originalen  Irrthum  zu  bereichern.  Der  ruhige
Pluss  seines  Verstandes  hatte  ihm  erlaubt,  den  Traditionen,  die
er  vorfand,  das  Phantastische  abzustreifen  und  übrigens  durch
Zusammenfassung  eines  grossen  Theils  der  gegebenen  Elemente
ein  sehr  verständiges  Werk  zu  liefern,  in  welchem  es  nicht
einmal  an  einer  leitenden  Grundvorstellung  fehlte.  Dagegen
Wäre  es  unpassend,  in  der  Geschichte  der  Nationalökonomie,
wie  in  derjenigen  der  strengeren  Wissenschaften,  schon  zu
einer  Zeit  von  Entdeckungen  reden  zu  wollen,  in  welcher  die
Bemühungen,  jenem  Gebiet  eine  wissenschaftliche  Gestalt  zu
geben,  noch  im  ersten  Stadium  begriffen  waren  und  eigentlich
üur  die  Aera  der  auscinandergehenden  Meinungen  und  Systeme
eröffneten.  Allerdings  ist  man  nach  Verlauf  fast  eines  Jahrhunderts ­
  endlich  dahin  gekommen,  zu  bemerken,  dass  es  sich
^üch  in  der  Nationalökonomie  um  eigentliche  Entdeckungen
bandeln  dürfte;  für  das  Smithsche  Werk  und  dessen  Wirkungssphäre ­
  sind  jedoch  derartige  Ansprüche  nur  in  Rücksicht
^üf  die  Irrthümer  in  Frage  gekommen,  die  sich  im  nächsten
kalben  Jahrhundert  entwickelten  und  im  Verlauf  von  einigen
Generationen  bei  den  verschiedenen  Völkern  ihre  sectenartige
Bortpflanzung  gefunden  haben.  Wir  werden  für  die  neuste
Zeit  das  Princip  geltend  machen,  dass  die  Bedeutung  der  Schriftsteller ­
  nach  den  originalen  und  zugleich  wahren  Sätzen  zu  beüiessen
  sei,  durch  welche  sie  das  ökonomische  Wissen  in  entscheidender ­
  Weise  gefördert  haben.  Wir  werden  ausserdem
äuch  für  die  vorangehenden  Erscheinungen  darauf  achten,  wo
sich  wenigstens  im  Verfehlen  ein  gewisses  Maass  von  schöpfei’ischer
  Kraft  bekundet  habe.  Keiner  von  diesen  beiden  Gesichtspunkten ­
  ist  aber  auf  die  Smithsche  Leistung  in  eminenter
^eise  anwendbar,  und  zwar  stammt  das  Gute  wie  das  Schlimme
bieses  Sachverhalts  aus  derselben  Quelle.  Die  Eigenschaften,
Welche  die  phantasiereichen  Irrthümer  ausschlossen  und  nicht
wnon  einzigen  gleich  originalen  Begriff,  wie  den  des  Quesnayschen
  Nettoproducts,  aufkommen  Hessen,  haben  auch  die  durchgängige
  Verständigkeit,  die  Einschränkungen  der  meisten  erbeblichen ­
  Gedanken,  die  ängstliche  Vermeidung  der  durch-(sfcifenden
  Consequenz,  —  kurz  alle  jene  Umstände  mit  sich
gebracht,  durch  welche  das  Smithsche  Werk  im  bessern  Sinne
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